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Ein Leben lang mit Kunst befasst

Zum 100. Geburtstag des Kirchberger Künstlers Jakob Häne stellt Steve Gähwiler in seinem Atelier in Gähwil einige seiner Bilder aus. Mit 25 Jahren erhielt Häne seinen ersten Auftrag und schuf bis zu seinem Tode über 500 Madonnenbilder.
Vivien Steiger

GÄHWIL. «Es schaudert mich jedesmal, wenn ich sehe, was mein Vater mit 25 Jahren alles gemalt hat», sagt Franziska Scherrer, jüngste der vier Töchter von Jakob Häne. Das Talent zu zeichnen war bei ihm schon als Kind zu sehen: Als Jugendlicher malte er Bilder auf geschindelte Häuser und absolvierte eine Lehre als Flachmaler. Danach liess er sich an der Kunstakademie in Brüssel ausbilden. Seit damals hat Jakob Häne als selbständiger Künstler gearbeitet. Mit 25 Jahren erhielt er seinen ersten Auftrag in der Unterkirche Gähwil, weitere in den Kirchen Alt St. Johann, Ebnat Kappel und Gelterkinden BL folgten.

500 Madonnenbilder geschaffen

«Er hat über 500 Madonnenbilder geschaffen, Mosaike, Bildhauerarbeiten, Holz- und Kupferschnitte, Landschaftsbilder sowie Porträts hergestellt und die Apokalypse in über 40 Bildern gemalt», erklärt Steve Gähwiler, der zum 100. Geburtstag des verstorbenen Künstlers einige der Werke Hänes in seinem Atelier ausstellt. Er malte und spachtelte die über 500 Madonnenbilder auf den unterschiedlichsten Materialien: Leinwand, Glas, Holz, Fell oder Leder. «Mit den Apokalypsebildern will er auf die Unruhen der Welt aufmerksam machen und uns sagen, dass wir zur Welt mehr Sorge tragen sollen», vermutet Gähwiler. Er habe sich sehr geehrt gefühlt, die Bilder von Jakob Häne in seinem Atelier ausstellen zu dürfen. Es sei das erste Mal, dass er die Werke eines anderen Künstlers und nicht die eigenen ausstelle. «Damit versuche ich Kunst und Kultur, beziehungsweise regionale Künstler zu fördern.» Steve Gähwiler hat Jakob Häne als kleiner Junge kennengelernt, als er selbst am Strassenrand Dinge abgezeichnet und Häne ihm über die Schultern geschaut hatte.

Von der Kunst leben

Jakob Häne ist am 31. Mai 1913 geboren und wohnte mit seiner sechsköpfigen Familie sein Leben lang in Kirchberg. Trotz oft spärlicher Einnahmen konnte er immer von seiner Kunst leben; er musste nie einer anderen Berufstätigkeit nachgehen und konnte sich ganz seiner Berufung widmen. Oft hat er nächtelang durch- gemalt, Skizzen angefertigt sowie Farbmischungen und neue Techniken ausprobiert. Mit 64 Jahren (1978) verstarb der Kirchberger Künstler. Noch im selben Jahr hatte ihm der Kanton St. Gallen eine Gedenkausstellung im Regierungsgebäude gewidmet.

Die Gedenkausstellung im Atelier Steve Gähwiler in Gähwil ist noch bis zum 2. Juni, jeweils sonntags von 10 bis 14 Uhr geöffnet.

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