Ein langer Weg zu den nächsten Bundesmillionen

An der Delegiertenversammlung der Regio Wil lag der Fokus auf dem Agglomerationsprogramm, bei dem vom Bund mehrere Millionen Franken zu erlangen sind. Zudem standen Wahlen an. Während Aadorfs Gemeindeammann Bruno Lüscher den Vorstand verliess, wurden drei Mitglieder in das Gremium gewählt.

Simon Dudle
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«Wir müssen noch Überzeugungsarbeit leisten beim Bund», sagt Regio-Wil-Präsident Christoph Häne. (Bild: Simon Dudle)

«Wir müssen noch Überzeugungsarbeit leisten beim Bund», sagt Regio-Wil-Präsident Christoph Häne. (Bild: Simon Dudle)

SCHWARZENBACH. Für knapp 24 Millionen Franken hat der Bund der Regio Wil im Rahmen des Aggloprogramms zweiter Generation Geld zugesichert, um Infrastrukturmassnahmen zu unterstützen. Dieses Geld fliesst aber nur, wenn die zehn Massnahmen bis im Jahr 2018 entweder umgesetzt sind oder zumindest mit der Realisierung begonnen wurde. Nicht nur aus diesem Grund ist aktuell eine wichtige Phase für die Verantwortlichen der Regio Wil. Parallel dazu geht es darum, das dritte Aggloprogramm vorzubereiten. Ende 2016 muss es beim Bund eingegeben werden. Es handelt sich um eine Weiterentwicklung des Programms zweiter Generation. «Unser Ehrgeiz ist es, möglichst viele B-Massnahmen zu A-Massnahmen zu machen. Wir müssen noch Überzeugungsarbeit leisten beim Bund», sagte Regio-Wil-Präsident Christoph Häne an der Delegiertenversammlung in Schwarzenbach.

Wil-West ab dem Jahr 2020

Zentraler Punkt dabei ist der Entwicklungsschwerpunkt Wil-West, wo im Dreieck zwischen Wil, Münchwilen und Sirnach bis zu 3000 hochwertige Arbeitsplätze samt einem neuen Autobahnzubringer geplant sind. «Es sind sehr komplexe Planungen, die ab dem Jahr 2020 realisiert werden könnten», sagte Ueli Strauss, Leiter des Amtes für Raumentwicklung des Kantons St. Gallen. Voraussetzung dürfte sein, dass die Massnahmen vom Bund als prioritär eingestuft werden und Geld fliesst. «Der Autobahnzubringer Wil-West ist der einzige in der Ostschweiz, welcher derzeit projektiert wird», sagte Strauss. Alles in allem ist es ein langer Weg zu den nächsten Bundesmillionen.

Grütter soll Präsident werden

Die Versammlung stand auch im Zeichen von Ersatzwahlen im Vorstand. Aadorfs Gemeindeammann Bruno Lüscher hat aus Altersgründen seinen Rücktritt eingereicht. Da an der letzten Versammlung der damals zurückgetretene Thomas De Martin noch nicht ersetzt worden war und das Gremium von elf auf zwölf Personen aufgestockt wurde, waren drei Personen in den Vorstand zu wählen. Zum einen Guido Grütter, Gemeindeammann von Münchwilen. Er ist neu Vizepräsident und soll 2017 Häne als Präsident beerben. Die Aadorfer Vertretung übernimmt Matthias Küng, der im März zum neuen Gemeindepräsidenten Aadorfs ernannt worden ist. Den Arbeitgeberverband Südthurgau vertritt Iwan Wüst aus Tuttwil.