Ein Knaller zum Schluss

Anet Corti sorgte für einen satirisch-komödiantischen Abend im Chällertheater. Nun ist dort Spielpause.

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Anet Corti schlüpfte im Chällertheater in unterschiedliche Rollen. (Bild: zVg.)

Anet Corti schlüpfte im Chällertheater in unterschiedliche Rollen. (Bild: zVg.)

WIL. Durch einen unglücklichen Zufall erhält die sympathisch-tapsige Betty Böhni eine Stelle als Direktionssekretärin. Allerdings ist sie für diese Stelle völlig unqualifiziert und so wird der normale Arbeitstag für sie zum chaotischen Albtraum. Da helfen auch die Ratschläge ihrer Personaltrainerin Greet van der Houten nichts. Betty Böhni kämpft mit Phantasie, Sprachwitz und der nötigen Portion Verschlagenheit in einer auf Effizienz und Gewinn getrimmten modernen Businesswelt gegen kaltherzige CEOs, heimtückische Bürogeräte und ein drohendes Burn-out. Unterstützung erhält sie von der Empfangsdame Erika Eggenschwiler und der Praktikantin Sandrine Sutter, beide ebenfalls gespielt von Anet Corti. Die in hohem Tempo und mit viel Spielwitz vorgetragene Satire auf die moderne Bürowelt begeisterte das Wiler Publikum. Anet Corti gelang es mühelos und überzeugend, die überforderte Betty, die coole Erika, die rotzige Sandrine und die esoterische Greet in schnellem Wechsel von Baslerdiitsch, Halbenglisch, breitem Ostschweizer Dialekt, Französisch-Welsch und Holländisch zu mimen. Nur Chinesisch verstand Betty anfangs überhaupt nicht, was sich gerade noch rechtzeitig änderte, um sich bei der Firmenübernahme durch die Asiaten erfolgreich in den neuen CEO zu verlieben und so definitiv in die Chefetage aufzusteigen.

Das Programm «win-win» war ein Knaller zum Saisonabschluss im Keller des Baronenhauses. Bis Herbst 2013 ist nun Spielpause im Chällertheater. (pd)

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