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Ein historisches Schmuckstück: Die Renovationsarbeiten beim Schloss Zuckenriet schreiten voran

Der Schlossbesitzer, der namentlich nicht genannt werden will, gewährt einen seltenen Einblick.
Ernst Inauen
Süd- und Westseite sind saniert, vorne die gotische Schlosskapelle. Die weiteren Arbeiten werden noch mehrere Jahre dauern. (Bild: Ernst Inauen)

Süd- und Westseite sind saniert, vorne die gotische Schlosskapelle. Die weiteren Arbeiten werden noch mehrere Jahre dauern. (Bild: Ernst Inauen)

Lange Zeit war die Zukunft des Schlosses Zuckenriet ungewiss. Bis das alemannische Ständerbauwerk im Jahr 2011 an seine neuen Eigentümer verkauft wurde. Der Schlossbesitzer trat seither öffentlich nicht in Erscheinung und will weiterhin nicht namentlich genant werden. Auch über die Sanierungsarbeiten am Schloss selbst ist nur wenig bekannt.

Kürzlich gewährte der Schlossherr Mitgliedern des Schützenvereins Orechbüel (SVO) Einblick in den Fortschritt der Renovation. Wenig überraschend stiess dies auf grosses Interesse, denn nur die wenigsten der SVO-Mitglieder fanden bisher Zugang in das historische Wahrzeichen der Gemeinde und des Dorfes.

Der Schlossbesitzer führte persönlich durch die zahlreichen Räumlichkeiten. Er begründete den Kauf des maroden Gebäudes:

«Ich habe mich schon seit meiner Jugend für Geschichte und für historische Bauten interessiert. Meine Frau und ich suchten schon immer etwas Historisches und haben unseren Traum in Zuckenriet verwirklichen können.»

Jedem Raum seine eigene Bedeutung geben

Der Besitzer erzählte von der Geschichte des Schlosses, das 1474 auf den Grundmauern einer Vorgängerbaute aus dem 12. Jahrhundert erstellt wurde. Der Schlossbesitzer beabsichtigt, das Schloss historisch nachzubauen und bewohnbar zu machen. Die schlechte Bausubstanz führte dazu, dass fast 85 Prozent ersetzt und neu aufgebaut werden mussten.

Neben dem Austausch von Ständerbohlen und Tuffsteinen wurde auch die ganze Gebäudehülle isoliert und atmungsaktiv gestaltet. Die Technik wurde mit historischer Ausstattung kombiniert.

«Wir wollen allen Räumen eine eigene historische Bedeutung geben, wie es in Herrschaftshäusern des Mittelalters ausgesehen haben könnte», erklärte der Besitzer. Die Ideen wurden von der Denkmalpflege genehmigt.

Der Rundgang führte auch in die kleine Schlosskapelle, die 1476 angebaut wurde. Der wertvollste Teil, die gotische Decke mit Bemalung, konnte erhalten werden. Die Wände wurden in den ursprünglichen Zustand gebracht und die zwei gotischen Fenster mit farbiger Verglasung versehen.

Aufwand für Sanierung
ist riesig

Neben einem schmucken Altar und dem Taufstein ist auch die nachgebaute Eingangspforte der Schlosskapelle ein Blickfang. Die Besucher bekamen beim Rundgang einen Eindruck vom gigantischen Aufwand, der über mehrere Jahre für die Sanierung und die Einrichtungen gemacht wird. Dank grossem Fachwissen und Leidenschaft der Besitzer und des Bauleiters sowie der Arbeit der engagierten Facharbeiter und Künstler wird das historische Bauwerk zu einem einzigartigen Schmuckstück gestaltet.

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