Ein Herz für einen Schiri

Der Ostschweizer Schiedsrichterverband ruft an diesem Wochenende zu einer Solidaritätsaktion auf. Anlass ist die ALS-Erkrankung eines Kollegen.

Kurt Lichtensteiger
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Ostschweizer Schiedsrichter (hier an einem Weiterbildungskurs) tun Gutes mit dem Spendenwochenende. (Bild: PD)

Ostschweizer Schiedsrichter (hier an einem Weiterbildungskurs) tun Gutes mit dem Spendenwochenende. (Bild: PD)

Kurt Lichtensteiger

sport

@wilerzeitung.ch

Ein engagierter Schiedsrichter aus dem Ostschweizer Verbandsgebiet, der seit Jahrzehnten als Referee und Inspizient im Junioren-, Aktiv- und Seniorenfussball tätig gewesen ist, leidet seit einiger Zeit unter der seltenen Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS). Ein Schicksal, das die Kameraden sehr betroffen macht und sie nicht unberührt lässt. Aus diesem Grund ruft der Ostschweizer Schiedsrichterverband seine rund 550 Schiri-Kollegen, aber auch Fussballfreunde, Funktionäre und Vereine für dieses Wochenende zu einer Solidaritätsaktion auf.

Es wird aufgerufen, Spesen zu spenden

Um ein Zeichen der Solidarität zu setzen, hat der Ostschweizer Schiedsrichterverband beschlossen, seine Mitglieder zu einer Spendenaktion zu motivieren. Es sind sämtliche 550 Referees aus dem Verbandsgebiet und dem angeschlossenen Fürstentum Liechtenstein dazu eingeladen worden, ihre Schiedsrichter-Spesen von diesem Wochenende der ALS-Forschung zukommen zu lassen. Angesprochen sind auch andere Fussballfreunde, Funk­tionäre und Vereinsmitglieder. Die Solidaritätsaktion wird für den betroffenen Schiedsrichter­kollegen bestimmt ein Grund zur Freude und zur Aufmunterung sein. Geneigte Spenderinnen und Spender zeigen mit ihrem Mitgefühl ihre Verbundenheit zu einem geschätzten Sportskollegen, was auch für sie bereichernd sein dürfte.

ALS noch wenig erforscht

Die seltene Krankheit ALS ist eine chronische und stetig ­fortschreitende Erkrankung des zentralen und peripheren Nervensystems. Die Folgen der Schwächung der motorischen Nervenzellen im Rückenmark und im Gehirn sind Muskelschwäche, Muskelschwund sowie Muskelversteifung. Dies führt unter anderem zur Störung der Feinmotorik und deshalb zu Einschränkungen bei einfachen alltäglichen Tätigkeiten des Lebens. Je nach Stadium der Krankheit braucht es für das Ankleiden, Knöpfe schliessen, Schuhe binden oder das Zerkleinern von Nahrung zwingend Hilfe von Drittpersonen.