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Ein Haus voller Verrückter

Der Gemischte Chor Egg hat am Samstag die Saison der Unterhaltungsabende eingeläutet. Für die «Eggauer» liessen auch zahlreiche Flawiler ihre Fernsehgeräte ausschalten: Der Lindensaal war voll.
Michael Hug
Wird ganz schön zum Narren gemacht: Stefan Schmid alias Walter. (Bild: Michael Hug)

Wird ganz schön zum Narren gemacht: Stefan Schmid alias Walter. (Bild: Michael Hug)

«Wo bin ich da hineingeraten – in diesem Haus werden lauter Verrückte gezüchtet!» Margot greift sich in die Haare. Es läuft drunter und drüber bei der Familie Schmid, seit Stefan Schmid nach Frankfurt an die Buchmesse gereist ist. Seine Frau bleibt zurück, empfängt durch ihre Schwiegermutter und ihre Tante gleich doppelt überraschenden Besuch und bekommt ein Kind. Angeblich. Nur, von wem ist das Kind? Vom Tankwart Michi bestimmt nicht, obwohl ihn Tante Kathi dafür hält. Stefans Freund Harry ist auch nicht der Vater, er wehrt sich mit Händen und Füssen dagegen. Der Pfändungsbeamte Anton Meier war es ganz sicher auch nicht. Wer mag schon Pfändungsbeamte.

Es braucht starke Nerven

Es braucht starke Nerven, um in diesem Haus den Durchblick zu behalten. Das Stück, das die Theatergruppe des Gemischten Chors Egg am Samstag im Lindensaal zwei Mal aufführte, hiess denn auch sinngemäss «Reini Närvesach» (Wolfgang Binder). Die Nerven nicht behielten die beiden Damen, die bei Schmids zu Besuch waren.

Das war zum einen Margot Schmid und ihr Mann Adi, gespielt von Katharina Lüthi und Fredy Vogler, und zum anderen Käthi Schaller, verkörpert von Kathrin Brunner, die reiche Tante aus Amerika, die Checks gleich reihenweise verteilt. Irgendwann fällt ein bemerkenswerter Satz: «Es gibt Frauen, die reden viel und die anderen.» «Welche anderen?», fragt Michi Lustig (Thomas Streule) und beantwortet damit gleich selbst die Frage.

Doch nicht dass Stefan Schmid (Walter Fitze), das als Schriftsteller einigermassen erfolglose Familienoberhaupt, vom ganzen Chaos nichts mitbekäme, weil er ja mit Freund Harry Wächter (Walter Frehner) in Frankfurt weilt («Harry, fahr scho mal de Wage vor!»)

Angespannte Lage

Schmid gerät mit seiner vorzeitigen Rückkehr mitten hinein in die angespannte Lage. In der auch noch die Hauswartin Lena Dreier (Joëlle Fischer), die Putzfrau Paula Staubli (Monika Eisenhut) mitmischeln und eben der Mann vom Betreibungsamt Anton Meier (Walter Brunner): «Meier mit spitzem i!» Doch schliesslich löst sich die Sache auf: Es war alles nur ein Traum! Geträumt im Wachkoma von Madelaine Schmid, Stefans Gattin (Nadine Germann).

Und nun wird auch klar, was dies mit dem Sturz über den Staubsauger am Anfang des Dreiakters zu tun hat. Den hatte man nämlich im Laufe des Stücks schon fast vergessen.

Einmal mehr brachte die Theatergruppe unter der Regie von Walter Brunner ein turbulentes und äusserst unterhaltsames Verwirrspiel auf die Lindensaalbühne. Doch vorher wurde gesungen. «Alleweil ein wenig lustig», «Bella Bimba» oder «Min Schatz isch kä Zocker». Das ist schliesslich die Kernkompetenz des Gemischten Chors von der Egg.

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