Ein gutes Jahr für Pilze

Das Freizeitwerk Flawil war kürzlich im Rahmen des Kurses «Pilze suchen und kochen mit Walli Stettler» unterwegs im Wald.

Bernard Marks
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Flawil. «Wir haben so viele Pilze gefunden», erzählt die Präsidentin des Freizeitwerks, Barbara Ashton. Die Menge reichte aus, um beim anschliessenden Kochen alle Teilnehmer des Kurses satt zu machen. «Der Kurs war ein voller Erfolg», freut sich Barbara Ashton weiter. Und offensichtlich lag das auch daran, dass das Jahr 2010 ein gutes Jahr für Pilze war.

Das Wetter stimmte

Am 18. September trafen sich die acht Teilnehmer aus Flawil und Umgebung mit dem fachkundigen Instruktor Walli Stettler. Nach einer kurzen Einführung ging es an den geheimen Ort des Geschehens. Das Wetter in der vergangenen Woche war perfekt für die Pilze und so erwarteten die Teilnehmer eine reiche Auswahl an Anschauungsobjekten und kulinarischen Leckerbissen. Entlang der Gemeindegrenze machte sich die Gruppe auf den Weg.

Guter Rat ist wichtig

«Sterben eigentlich mehr Leute an giftigen Pilzen oder wenn sie beim Suchen in die Schlucht stürzen?», war eine oft gestellte Frage. Aber der Kurs hatte ja zum Glück Walli Stettler dabei, der eindrücklich und geduldig die leckeren, bekömmlichen und einfach zu erkennenden Pilze zeigte und erklärte. Auch wies er immer wieder auf die «do's» und «don'ts» beim Pilzen hin.

Alle waren erstaunt über die Artenvielfalt der Pilze, Korallen, kleine Büschel, gelbe Knollenblätter, Baumschwämme, um nur einige der schönen, aber teils giftigen Kreaturen zu nennen. «Über 5000 Arten gibt es», lernten die Besucher.

Feine Gerichte zaubern

Die Gruppe sammelte eifrig Speisepilze, war doch am Abend auch das Kochen derselben angesagt.

Semmelstoppel, Eierschwämme, Steinpilze, Trompetenpifferlinge, violette Lacktrichterlinge, Maronenröhrlinge – alles landete wohlgeprüft in den Körben der fleissigen Pilzesammler.

Müde und natürlich hungrig traf die Gruppe bei «kochraum-wohnraum» am Oberen Goldbachweg in Flawil ein, um dort in der Küche aus der reichen Beute feine Pilzgerichte zu zaubern. Alsdann hiess es Pilze putzen und waschen. Das Kochen nach neuen Rezepten machte allen offensichtlich viel Spass.

Bei einem Gläschen oder zwei genossen sie anschliessend feine Pilzrahmsuppe, geröstete Pilze mit Knusperkruste, gefüllte Blätterteigtaschen und Mischpilz-Polenta fast wie in einem Gourmettempel.