«Ein Fremdkörper in Neualtwil»

Vor einer Woche hat eine politisch unabhängige Gruppe von Neualtwilern um Werner Eugster, Roman Habrik, Paul Hüppi, Eva Noger und Kurt Stocker die Quartierbewohner über das Projekt «Boskoop» informiert (Wiler Zeitung vom 17. Juni 2009).

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Vor einer Woche hat eine politisch unabhängige Gruppe von Neualtwilern um Werner Eugster, Roman Habrik, Paul Hüppi, Eva Noger und Kurt Stocker die Quartierbewohner über das Projekt «Boskoop» informiert (Wiler Zeitung vom 17. Juni 2009). Als Referent wurde Fabian Beyeler von «equiterre» (Partnerin für nachhaltige Entwicklung) eingeladen, der zum Thema «Nachhaltiger Städtebau» sprach.

40 Personen anwesend

Wie nun in einer Medienmitteilung der Quartiergruppe informiert wird, seien 40 Personen bei der Veranstaltung dabei gewesen. Zusätzlich hätten zehn Personen vorgängig per E-Mail ihr Interesse mitgeteilt, wie auf Anfrage der Wiler Zeitung erklärt wird. Die Anwesenden seien sich einig, dass mit dem Projekt «Boskoop» ein «Fremdkörper» im Herzen von Neualtwil entstehen würde.

In einer Bildershow sei aufgezeigt worden, wie sich die Philosophie von Neualtwil «von einer lieblosen Aneinanderreihung von Häusern» unterscheide, heisst es in der Mitteilung. Die Gruppe habe die Anwesenden über die Änderung der Formulierung des Kaufvertrags im Wettbewerbsprogramm informiert, was nach Meinung der Quartiergruppe ermöglicht habe, «dass ein Projekt gewann, das nichts mehr mit Neualtwil zu tun hat». Die 40 Anwesenden würden sich dafür einsetzen, dass das Quartier «nachhaltig, im Sinne eines vorzüglichen Städtebaus» weiterentwickelt werde.

Damit sei der Grundstein für die Bildung einer Interessengruppe gelegt worden. Ziel der Gruppe sei es, dass die Erweiterung von Neualtwil «wieder ein städtebauliches Vorzeigeprojekt» werde. Ausserdem wolle man weiter sensibilisieren und mobilisieren und hoffe auf eine Zusammenarbeit mit dem bestehenden Quartierverein, erklärt die Gruppe gegenüber der Wiler Zeitung.

Anliegen aufnehmen

Die Firma HRS AG habe man gebeten, der Gruppe die aktuellen Unterlagen des Projekts, das beim Kanton zur Vorprüfung eingereicht wurde, vor der öffentlichen Auflage auszuhändigen. «Wir hoffen immer noch, dass HRS unser Anliegen aufnimmt oder die Stadt ihre Fehler einsieht. Die grosse Beteiligung und Zustimmung gibt uns aber sicher die Legitimität, gegen das Projekt <Boskoop> vorzugehen. Eine gerichtliche Auseinandersetzung schadet allen Beteiligten.» (abr.)

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