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Ein Flügel zum 180. Geburtstag

Der Männerchor Frohsinn feiert sein 180-jähriges Bestehen. Als Geschenk erhielten die Sänger einen neuen Flügel, was mit einem «Konzert rund ums Dorf» gefeiert wurde.
Philipp Stutz
er Männerchor unter der Leitung von Heidy Gerber und begleitet von Pianist Hanspeter Nadler.(Bild: Philipp Stutz)

er Männerchor unter der Leitung von Heidy Gerber und begleitet von Pianist Hanspeter Nadler.(Bild: Philipp Stutz)


Es war eine festliche Stimmung im ehrwürdigen «Rössli»-Saal, seit Jahrzehnten Probelokal des «Frohsinns». Ursula und Edi Wagner von der Besitzerfamilie machten ihre Aufwartung, und Fahnen und Fotografien im Saal wiesen auf die Geschichte des Vereins hin. So beispielsweise ein Bild des Chors mit seiner einstigen Fahnengotte, der legendären Wirtin Erika Wagner. «Unser Verein hat eine lange Tradition», sagte dessen Präsident Thomas Künzle. So zählt der «Frohsinn» mit dem Gründungsjahr 1838 zu den ältesten Vereinen des Dorfs.

Ergraut sind nicht nur die Häupter der meisten Sänger, auch der alte Konzertflügel im Probelokal hat bereits über 100 Jahre auf dem Buckel. Er liess sich nicht mehr wunschgemäss stimmen. «Dank der Unterstützung zahlreicher Sponsoren war es uns möglich, das Instrument pünktlich zum Vereinsjubiläum zu ersetzen», sagte Künzle.

Flügel mit weichem, warmem Klang

«Der neue Flügel hat einen weichen, warmen Klang, eignet sich sowohl für Klassik als auch für Popmusik», sagte Hanspeter Nadler, Hauptpianist des Männerchors. Nach dem Fahnengruss stimmten die Sänger das Lied «Lob der edlen Musica» an: «O tempora, o mores!» (O was für Zeiten, o was für Sitten!). Unter der Leitung von Dirigentin Heidy Gerber folgte ein Potpourri verschiedener rockiger Melodien von Udo Jürgens bis hin zu den Beatles. Und schliesslich durfte das bekannte «Va pensiero», der Gefangenenchor aus Verdis «Nabucco», nicht fehlen.

Von jeher war der Gesang edler Ausdruck menschlichen Gemüts. Der Vereinszweck, in der Gemeinschaft zu singen, ist in einer Zeit zunehmender Individualisierung aktueller denn je. Felix Grünenfelder blickte in humorvoller Art auf die Geschichte des Vereins zurück, der 1838 anlässlich des Eidgenössischen Schützenfestes gegründet und 1844 von Jungfrauen des Dorfes mit einer Fahne beschenkt worden war. Dabei wies er auf das Füllhorn an der Wand hin, das er als Sinnbild der Männlichkeit bezeichnete.

Der Männerchor war Initiant des Tonfensters, führt eine Metzgete durch, beteiligt sich am Aufbau des Maibaums, erfreut die Bevölkerung mit Konzerten, begibt sich regelmässig auf Reisen. «All das hat uns zusammengeschweisst», betonte Felix Grünenfelder. «Die 180-jährige Geschichte unseres Vereins ist spannend und gibt uns Ansporn, den Austausch untereinander weiter zu pflegen, und die Kraft, um Freud und Leid zu teilen.»

Konzerte an drei Stationen im Dorf

Zur Einweihung hatte sich der Männerchor etwas Besonderes ausgedacht. So wurde das Fest an drei Stationen im Dorf durchgeführt. Bei jedem dieser Lokale gab es einen musikalischen und kulinarischen Leckerbissen. So wurde im «Rössli» ein japanisches Gericht aufgetischt, das von Wirtin Kiyoko Yamada Wyssling zubereitet worden war. Im Café Weingartenstube des Betreuungs- und Pflegezentrums Wolfgang wurde währschafte Schweizer Kost serviert. Dazu gab es lüpfige Musik der «Hörnli-Fäger». Und im Restaurant La Casa del Gusto auf dem Dorfplatz wurde italienisches Essen präsentiert, untermalt von südländischen Klängen.

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