Ein Fest fürs ganze Dorf

Bereits zum 26. Mal fand am Sonntag in Lenggenwil das Erntedankfest statt. So traditionell wie dieses Fest scheint auch Petrus Einstellung dazu zu sein. Er verschonte die Lenggenwiler einmal mehr von Regen.

Natalie Brägger
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Lenggenwil. Beim Aufstellen am Samstag hatten noch alle mit dem Schlimmsten gerechnet. Ohne Pause prasselte der Regen auf die Jacken, Stiefel und Filzhüte der fleissigen Helfer herunter. Für diese war dies aber kein Grund, das Festgelände weniger schön zu schmücken oder da und dort einen Aufwand zu scheuen – im Gegenteil. Für ihre Mühe wurden die Organisatoren belohnt.

Zwar zogen am Sonntag immer wieder Wolken über Lenggenwil, Regen brachte Petrus aber keinen und teilweise zeigte sich sogar die Sonne. Die verschiedenen Beizli entlang der Dorfstrasse hatten vor allem über Mittag Hochbetrieb. Bei gemütlicher Atmosphäre wurde gegessen und getrunken – und das erst noch für einen guten Zweck. Der Erlös des Erntedankfestes wird nämlich seit jeher für den Erhalt des Lenggenwiler Dorfladens eingesetzt.

Ehemalige zurück

Neben den verschiedenen Spielen der Jungwacht Lenggenwil hatten sich die Organisatoren um Walter Hollenstein, Präsident der Konsumgenossenschaft, in diesem Jahr wieder etwas Spezielles einfallen lassen. Nach dem Steinstossen in den vergangenen Jahren wurde in diesem Jahr ein Strohballenwerfen organisiert. Mit fünf Metern warf Bruno Senti aus Rickenbach den Ballen dabei am weitesten.

Er ist in Lenggenwil aufgewachsen und kam am Sonntag wie viele andere ehemalige Lenggenwiler fürs Erntedankfest in sein Heimatdorf zurück.

Musikanten in der Luft

Für die zweite Attraktion am diesjährigen Erntedankfest war die Musig Lenggenwil besorgt. Im Hinblick auf ihr 50-Jahr-Jubiläum, das sie im kommenden Jahr mit einem grossen Sechstage-Fest feiert, rührte sie schon einmal künftig die Werbetrommel.

Das Festfieber scheint bei den Musikantinnen und Musikanten schon jetzt ausgebrochen zu sein, mit grossem Einsatz sind sie rund um den Präsidenten, Franz Meienhofer, in den Vorbereitungen. Für die ebenfalls aufs Jubiläum geplante Teilinstrumentierung flogen sie sogar durch die Lüfte. Um Geld für die neuen Instrumente zu sammeln, führte die Musig nämlich einen «Super-Jump» durch. Jedes Mitglied hatte Sponsoren pro gesprungenen Zentimeter gesammelt.

Unterstützung bekamen die Musikanten vom Gemeindepräsidenten Lucas Keel, der ebenfalls kräftig ins Trampolin trat. Mit 2,20 Meter gehörte er sogar zu den drei besten Springern. Am höchsten sprang Fabian Hug, der das Gummiseil bei 2,40 Meter übersprang.