Ein Fest, das die Welt verbindet

Das Nationenfest vom vergangenen Samstag feierte das 20-Jahr-Jubiläum. Bei herrlichem Wetter tanzten die vielen Besucher und verköstigten sich mit Spezialitäten aus den verschiedenen Ländern.

Christoph Heer
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WIL. Erfolgreicher kann das Nationenfest eigentlich nicht mehr werden. Denn auch Petrus scheint ein Freund dieses länderverbindenden Festes zu sein und liess es bei viel Sonnenschein über die Bühne gehen. Stadtpfarrer Roman Giger wusste, dass es in den vergangenen zwanzig Jahren, während denen das Fest der Nationen stattgefunden hat, nur zweimal geregnet hat. Entstanden ist das Nationenfest aus einer Idee des damaligen Pfarreirates und wurde 1993 das erste Mal durchgeführt. Mittlerweile zählt das Fest zu den grössten Pfarreianlässen in der Region.

Predigt in Muttersprache

Der erste Höhepunkt war der mehrsprachige Gottesdienst in der Kirche St. Peter. Nebst Roman Giger predigten weitere Seelsorger in ihrer Muttersprache. Albaner, Spanier, Italiener, aber auch Personen von den Philippinen konnten eine tolle Messe mitfeiern, welche von verschiedenen Chören umrahmt wurde. Zum Auftakt eines mehrstündigen Festabends fanden sich an die 500 Gläubigen in die voll besetzte Kirche ein. OK-Chef Markus Lehner freute über den erneut grossen Erfolg, auch was den Besucherandrang betraf. «Von der Organisation bis hin zur Durchführung lief alles bestens. Unser Organisationskomitee umfasst etwa 15 Personen aus den elf teilnehmenden Ländern. Was die Zukunft betrifft, wüsste ich keinen Grund, warum das Nationenfest nicht weiter ein Bestandteil unserer kulturellen Vielfalt in Wil sein sollte». An Abwechslung ist das Nationenfest kaum zu toppen.

Verführerischer Duft

Bereits beim Eingang machten die ersten Marktstände neugierig auf Spanien, Ecuador oder Brasilien. Dazu verleitete der Duft, der von den diversen Verpflegungsständen im Freien den Weg in das Foyer fand. Einblicke in das Leben und in die Traditionen der elf Länder konnten ebenso gewonnen werden. Auch der Saal war schnell gefüllt, warteten die Besucherinnen und Besucher doch mit Spannung auf die Folklore-Auftritte. Die Christen bilden eine weltumspannende Gemeinschaft. Das Leben ist geprägt von Begegnungen mit Menschen aus unterschiedlichen Völkern und Kulturen. An der 20. Austragung des Nationenfestes nahmen Gemeinschaften aus Spanien, Italien, Ecuador, Philippinen, Afrika, Indien, Kroatien, Albanien, Assyrien und aus der Schweiz teil. Das Publikum erweiterte die Ländervielfalt noch um einiges. So wurden auch Besucher gesichtet, die ihren Ursprung in Deutschland, Frankreich und anderen Ländern haben.

Exotik aus Senegal und Guinea

Mit ihren Trommelklängen hauchten Musiker aus Senegal und Guinea dem ganzen Treiben einen Hauch Exotik ein. Und die Spaghetti, Caipirinhas und weiteren kulinarischen Köstlichkeiten führten dazu, dass niemand mit einem Hungergefühl nach Hause gehen musste. Das Nationenfest ende jeweils vor Mitternacht.

OK–Chef Markus Lehner sagte, das Nationenfest sei kein Fest, bei welchem man bis in die frühen Morgenstunden feiere. Umso mehr genossen die Hunderte von Besucherinnen und Besuchern die gut sechs Stunden. Manch einer freute sich bestimmt schon auf das 21. Nationenfest im nächsten Jahr.