Ein Fall für die Gerichte

UZWIL. Ursprünglich war die Einweihung der Eissporthalle im September 1984 vorgesehen. Wegen des tragischen Unglücks wurde der Termin jedoch verschoben: Die Übergabe an die Gemeinde erfolgte im April 1985, das Einweihungsfest fand dann im September 1985 statt.

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UZWIL. Ursprünglich war die Einweihung der Eissporthalle im September 1984 vorgesehen. Wegen des tragischen Unglücks wurde der Termin jedoch verschoben: Die Übergabe an die Gemeinde erfolgte im April 1985, das Einweihungsfest fand dann im September 1985 statt.

Mit der Einweihung der Eissporthalle war der Fall aber noch nicht abgeschlossen. Es sollte sechs Jahre dauern, bis fünf am Bauprojekt beteiligte Personen – der Architekt, sein Bauzeichner, zwei Ingenieure und der Montageleiter – vor Gericht standen. Die Gerichtskommission Untertoggenburg verurteilte 1990 die fünf Männer wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu Geldstrafen in der Höhe zwischen 800 und 1200 Franken pro Person. Die beiden Ingenieure wurden zusätzlich der fahrlässigen Gefährdung durch Verletzung der Regeln der Baukunst für schuldig befunden.

Ein Jahr später wurde der Fall auch vom Kantonsgericht St. Gallen beurteilt; vier der fünf Verurteilten hatten einen Freispruch gefordert. Die Berufung des Architekten und des einen Ingenieurs wurde abgewiesen, während der zweite Ingenieur und der Bauzeichner einen Freispruch erwirkt hatten. (ab)

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