Ein einziges Spiel kann schon über den Aufstieg entscheiden

FUSSBALL. Noch sind neun Runden zu absolvieren, aber morgen Samstag könnte auf der Henauer Rüti im 2.-Liga-Spitzenkampf zwischen dem FC Uzwil (2.) und dem FC Bazenheid (1.) eine Vorentscheidung über den Aufstieg fallen.

Urs Nobel/Beat Lanzendorfer
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Ganz schön provokant, der FC Bazenheid vor dem Spitzenspiel morgen Samstag in Henau gegen den FC Uzwil: Ein V für Victory. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Ganz schön provokant, der FC Bazenheid vor dem Spitzenspiel morgen Samstag in Henau gegen den FC Uzwil: Ein V für Victory. (Bild: Beat Lanzendorfer)

FUSSBALL. Noch sind neun Runden zu absolvieren, aber morgen Samstag könnte auf der Henauer Rüti im 2.-Liga-Spitzenkampf zwischen dem FC Uzwil (2.) und dem FC Bazenheid (1.) eine Vorentscheidung über den Aufstieg fallen. Die Bazenheider führen die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung an und möchten diesen weiter ausbauen. Das «V» für Victory (Bild) haben sie in der zu Ende gehenden Woche vor einem Training bereits vorsorglich einmal eingeübt.

Sicherer Aufsteiger

Fussball kann ungerecht sein. Wer nach 13 Runden von möglichen 39 Punkten deren 34 (Bazenheid) respektive 33 (Uzwil) realisiert hat, der spielt eine überragende Saison. In anderen Jahren oder beispielsweise in der Gruppe 1, in der die Rheintaler Mannschaften eingeteilt sind, hätte dies den sicheren Aufstieg in die interregionale Kategorie zur Folge. Weil aber in der 2. Liga, Gruppe 2 gleich zwei Teams derart dominant auftreten, muss eines nach Abschluss der Saison in den sauren Apfel beissen. Der FC Bazenheid kennt dieses Gefühl. Die Toggenburger verpassten vergangene Saison den Aufstieg wegen eines Unentschiedens im letzten Spiel.

Momentum bei Bazenheid

Der Leaderwechsel am letzten Samstag wurde möglich, weil Uzwil in den vergangenen drei Spielen nur fünf Punkte holte. Zuerst gab es noch im Herbst das 2:2 gegen Henau, dann folgte zum Start der Rückrunde ein 5:2 über Winkeln und zuletzt das 0:0 in Rorschach. Bazenheid gab sich im gleichen Zeitraum keine Blösse und fertigte der Reihe nach Wängi (5:2), Calcio Kreuzlingen (5:0) und Bischofszell (2:0) ab. Eine Prognose, welcher Seite die Favoritenrolle zukommt, ist schwierig. Das Momentum gehört sicher Bazenheid. Die Mannschaften sind aber derart ausgeglichen, so dass dem Faktor «Tagesform» eine nicht zu unterschätzende Rolle zukommt. Laut Aussage von Uzwil-Präsident Robin Keller kämpft seine Mannschaft mit einigen Verletzungssorgen, während die Gegenseite ziemlich aus dem Vollen schöpfen kann. Bazenheids Trainer Heris Stefanachi hat jedoch bereits vor Aufnahme der Rückrunde ausgesagt, dass die Entscheidung über den Aufstieg nicht in diesem einzigen Spiel fallen wird. Sollte er mit seinem Team den Spitzenkampf für sich entscheiden, wäre er garantiert nicht unglücklich, wenn seine Prognose nicht eintrifft.

Den Schwung mitnehmen

Nichts mit einem Spitzenrang hat der FC Henau zu tun, im Gegenteil. Immerhin haben die Untertoggenburger wieder einmal einen Sieg realisiert, 2:1 vor Wochenfrist gegen den FC Goldach. Damit liegen beide Teams mit elf Punkten gleichauf auf dem dritt- respektive zweitletzten Rang. Mit dem FC Tägerwilen bekommt es die Mannschaft von Trainer Bekim Marku am Sonntag um 11 Uhr auswärts mit dem FC Tägerwilen zu tun. Mit einem Gegner, der sich als Neuling klar besser in der 2. Liga zurechtfindet als Henau. Der aber in der vergangenen Saison im Cup geschlagen werden konnte.

FC Sirnach spielt auswärts

Am Sonntag spielt der FC Sirnach in der 2. Liga inter um 16 Uhr auswärts gegen den FC Gossau. Die Hinterthurgauer müssen wie schon vor einer Woche ohne Captain und Abwehrchef Martin Horak auskommen, der noch zwei Spielsperren abzusitzen hat. Wegen der vierten gelben Karte wird auch der neue Spielmacher Norbert Frrokaj fehlen. Immerhin kann Ruben Simoes wieder mittun und so mithelfen, das defensive Gefüge wieder etwas zu stabilisieren.

Eine neue Situation für Wil

Ein sogenannt leichtes Spiel steht dem FC Wil U20 bevor. Er tritt am Sonntag um 16 Uhr auf dem Bergholz gegen den FC Linth 04 an. Dass es aber in der 2. Liga inter auch gegen vermeintlich schwächere Gegner nicht einfach ist, hat Wil in Chur erleben müssen.

Schweizer Cup (Vorrunde)

Nach sechs Runden entscheidet sich, welche regionalen Vereine die Ostschweiz im Schweizer Cup vertreten dürfen. Die Sieger der Partien Tägerwilen (2.) – Uzwil (2.), Dienstag, 20.15, und Rheineck (3.) – Wittenbach (3.), Mittwoch, 20 Uhr, qualifizieren sich für die Hauptrunde.

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