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Ein einig Rat von Wilern: An der Parlamentsfeier rückt die Parteizugehörigkeit in den Hintergrund

An der Feier für den frisch gewählten Parlamentspräsidenten Marc Flückiger
zeigten sich die Politiker von ihrer zahmen Seite. Ein Bild mit Seltenheitscharakter.
Gianni Amstutz
Marc Flückiger macht auch auf dem Eis eine gute Figur.
Christoph Hürsch übt in Form einer Parabel augenzwinkernd Kritik am Stadtrat.
Die SP-Fraktion tritt als Kollektiv auf und schickt den Parlamentspräsidenten in die Berge.
Zwei Brüder im Geiste? Zumindest bei Umweltfragen scheinen Guido Wick (links) und Marc Flückiger das Heu auf derselben Bühne zu haben.
Benjamin Büsser (links) testet Flückigers Kenntnisse über seinen Herkunftskanton Thurgau.
5 Bilder

Impressionen von der Parlamentsfeier

Es ist immer ein spezieller Abend, wenn sich die Mitglieder des Stadtparlaments und des Stadtrats nach der ersten Sitzung des neuen Jahres zur Parlamentsfeier treffen. Parteizugehörigkeit spielt für einmal eine untergeordnete Rolle. Da machte es nichts aus, dass der Sitznachbar und seine Fraktion während der anderen Parlamentssitzungen unablässig mit scharfer Kritik gegen den eigenen Stadtrat schiessen oder das Gegenüber eine erneute Steuersenkung für die dümmste Idee seit Menschengedenken hält. Selbst von den Medienschaffenden, die einen sonst «für Fehltritte auf den Scheiterhaufen werfen», wie es Parlamentspräsident Marc Flückiger in seiner Antrittsrede ausdrückte, ging an diesem Abend keine Gefahr aus.

Im Zentrum stand die Feier des frisch gewählten Parlamentspräsidenten Marc Flückiger (FDP). Dazu studierten die Fraktionen Präsentationen ein. Bei diesen drangen zuweilen doch politische Ansichten durch. Mal etwas subtiler, mal ganz ungeschminkt, wenn auch in eine hübsche Geschichte verpackt, wie bei Christoph Hürsch (CVP), der auf Gottfrieds Keller Seldwyla zurückgriff und damit den Stadtrat aufs Korn nahm. Guido Wick (Grüne Prowil) stellte erfreut Gemeinsamkeiten mit dem Umweltfreisinnigen Flückiger fest und schenkte ihm ein paar Stunden Ruhe in der Ausstellung «Sounds of Silence» in Bern. Auch die SVP liess ihr politisches Denken in Ansätzen erkennen. Ein Quiz über den Kanton Thurgau führte Flückiger zurück zu seiner Herkunft. Ein Thema, dem die Volkspartei bekanntlich grosse Bedeutung beimisst. Bei der SP war es weniger ihre Präsentation als der Umstand, dass sie als Kollektiv auftrat – wie es sich für Linke eben gehört – der ihre Gesinnung erahnen liess. Flückigers eigene Fraktion führte ihren Parlamentspräsidenten aufs Glatteis, wo er seine Skorerqualitäten unter Beweis stellte. Ob dies eine Kampfansage an die anderen Parteien war?

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