Ein ebenso gehaltvoller wie hochprozentiger Chorgesang

Mit einem abwechslungsreichen und lustvollen Programm bescherte der Männerchor Oberbüren am Samstag zahlreichen Liedfreunden und Sympathisanten einen freudvollen Unterhaltungsabend.

Christof Lampart
Drucken
Teilen
Ob als Mönche oder Soldaten – der Männerchor Oberbüren gab sowohl gesanglich als auch schauspielerisch eine gute Figur ab. (Bilder: Christof Lampart)

Ob als Mönche oder Soldaten – der Männerchor Oberbüren gab sowohl gesanglich als auch schauspielerisch eine gute Figur ab. (Bilder: Christof Lampart)

Im sehr gut gefüllten Oberstufenzentrum Thurzelg präsentierte der Männerchor Oberbüren unter der musikalischen Leitung von Olga Büsser und unter dem Titel «Unterhaltung in drei Akten» einen musikalischen Abend, der es in sich hatte. Denn das Vokalensemble sang nicht «nur» einfach seine gekonnt vorgetragene Lieder, sondern legte beim Gesang allerlei Spielwitz und Komik an den Tag. Am Piano ausdrucksstark begleitet wurde der Chor von David Schmucki.

Lustig ist das Mönch- und Soldatenleben

Der Abend begann ruhig. Als Mönche verkleidet betraten die Sänger die Bühne und sangen den monotonen und somit eingängigen Titelsong «Conquest of Paradise» («Domine») aus dem Columbus-Film «1492». Klar, dass dabei nicht nur die Männer ihre braunen Kutten zur Schau stellten, sondern auch die Dirigentin im Habit erschien. Lustig, fröhlich und ganz schön «feucht» ging es im ersten Drittel weiter – was so bekannte Weisen wie «Frater Kellermeister», «Chianti-Lied» oder – zum krönenden Abschluss mit Biergläsern in der Hand – das unmissverständliche «Ein Bier, das macht den Durst erst schön» bewiesen.

Kompanieabend

Witzig und freudvoll: «Kompanieabend» des Männerchors Oberbüren.

Witzig und freudvoll: «Kompanieabend» des Männerchors Oberbüren.

Witzig war auch der zweite Teil, bei dem das Militär in all seinen Facetten auf die Schippe genommen wurde. Wie ein «gehaltvoller» Kompanieabend bei der Oberbürener «Truppe» aussehen könnte, konnte man sich schon nach dem ersten Teil denken. Als dann die Dirigentin ihr züchtiges Gewand gegen jenes einer Serviertochter eingetauscht hatte, war klar: die Party ging, Uniform hin, Fahnenmarsch her, nicht gerade massvoll, wohl aber mit vollem Mass weiter. Da die humorvollen, zuweilen ziemlich deftigen Scherze in Gesangsform mit allerlei Situationskomik untermalt wurden, amüsierte sich das Publikum bestens und spendete den schauspielernden Sängern wiederholt spontan Applaus.

«Bajazzo» zum Abschluss

Beim dritten Teil ging es dann heimatlich zu und her – doch der guten Laune tat das «Sängerfest» keinen Abbruch. Klar, dass da auch das Oberbürer Lied nicht fehlen durfte. Mit einem schmissigen Udo-Jürgens-Medley bog der Chor dann vollends erfolgreich auf die Zielgerade ein. Dass es dann final mit dem unverwüstlichen «Bajazzo» noch eine schöne Zugabe gab, krönte diesen schönen Abend.