Ein Büro für jedermann

In Wil entsteht ein mietbares Büro mit 22 Arbeitsstationen, die für jeden nutzbar sind. Mit viel Herzblut und Zeitaufwand haben Steff und Jenny Schäpper ihre Geschäftsidee verwirklicht.

David Metzger
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WIL. Das Ganze nennt sich «Coworking». Freelancer und Personen ohne fixen Arbeitsplatz sollen dabei auf ihre Kosten kommen. «Mit den Räumlichkeiten möchten wir Leuten, die normalerweise selbständig ihrer individuellen Arbeit nachgehen, die Möglichkeit bieten, in einer Gesellschaft mit Arbeitskollegen zu arbeiten», erklärt Steff Schäpper die simple Geschäftsidee, die auf der ganzen Welt praktiziert wird (siehe Kasten).

Moderne Einrichtung

Das Atelier an der Glärnischstrasse besteht aus einem grossen Büroraum. Sitzungszimmer und Küche inklusive. Durch die grossen Fenster dringt viel Licht ins Innere. Das führt zu einer warmen und heimeligen Atmosphäre. Das sei bei der Einrichtung ein ganz wichtiges Kriterium gewesen, weiss Jenny Schäpper. «Uns ist es ein Anliegen, dass sich unsere Gäste wohl fühlen und wir mit unserer Ausstattung auch einen erstklassigen Standard bieten können.»

Bereits erste Reservierungen

Bei der Bevölkerung scheint die Idee der beiden Jungunternehmer auf Anklang zu stossen. Bereits liessen sich erste Interessenten finden. Auch die Stadt Wil steht hinter dem ganzen Unterfangen. Die erste Reservation wurde bereits getätigt. Ein Programmierer hat sich für einige Tage eingerichtet. Das ganze Prozedere erfolgt analog einer Reservierung in einem Hotelzimmer. «Mit dem einzigen Unterschied, dass die Gesellschaft bei uns nicht für ein Bett, sondern für einen Arbeitsplatz reserviert», sagt Steff Schäpper. Dienstleistungen wie Drucker, Internet oder Kaffeemaschine sind im Angebot selbstverständlich inbegriffen.

Grosser Aufwand betrieben

Für das in Rossrüti lebhafte Paar mit zwei Kleinkindern stellte die Umsetzung des Projektes einen grossen Aufwand dar. «Es hat zu einigen schlaflosen Nächten geführt», weiss Jenny Schäpper rückblickend. Sie und ihr Ehemann hoffen deshalb, dass sich der Aufwand gelohnt hat.

Das Projekt wird nun Schritt für Schritt forciert. Sollten dann irgendwann einmal alle Arbeitsplätze belegt sein, können problemlos weitere Plätze eingerichtet werden. Primär soll aber erst einmal eine Auslastung von 50% erzielt werden.