«Ein Beruf, wie für mich gemacht»

Manfred Lehmann feiert heute, 1. Mai, sein 40-jähriges Dienstjubiläum bei der UBS. Seit 35 Jahren arbeitet er mit den Gewerbebetrieben der Region Wil zusammen. Mit ihnen und seinem Arbeitgeber erlebte er verschiedene Veränderungen.

Silvan Meile
Drucken
Manfred Lehmann ist Teamleiter der Geschäftskunden Wil-Toggenburg der UBS. (Bild: sme.)

Manfred Lehmann ist Teamleiter der Geschäftskunden Wil-Toggenburg der UBS. (Bild: sme.)

«Ich habe das Glück, den Beruf auszuüben zu dürfen, der auf mich zugeschnitten ist», sagt Manfred Lehmann, Leiter KMU der UBS-Filiale in Wil. Im Jahr 1975 ist er in die Äbtestadt gekommen, nachdem er in Genf seine Bankkarriere bei der damaligen Schweizerischen Bankgesellschaft startete. Seither hat er viele Veränderungen, Reorganisationen, die Globalisierung und auch unterschiedliche Unternehmens-Philosophien miterlebt. Er sieht darin hauptsächlich positive Aspekte. «Jede Veränderung war wieder ein Start zu etwas Neuem», so der 59-jährige Familienvater.

Arbeiten, die früher von Hand gemacht wurden, hat längst der Computer übernommen. Ganze Abteilungen wie beispielsweise Zahlungsverkehr oder Personaldienst, die früher auch in Wil angesiedelt waren, wurden zentralisiert. Aus einer Schweizer Bank mit einigen Filialen im Ausland wurde ein weltweiter Konzern. Doch der persönliche Bezug zu den Gewerbe- und Industriebetrieben der Region Wil ist geblieben. Das erledigt Lehmann zusammen mit seinem zehnköpfigen Team.

Als Finanzchef der Arbeitgebervereinigung Wil und Umgebung und Mitglied im Vorstand des Hauseigentümerverbands Wil ist er nebst seinem Beruf zusätzlich mit dem Gewerbe vernetzt.

«Gewerbe ist widerstandsfähig»

Lehmann ist in der Nähe von Solothurn aufgewachsen. Mit 25 Jahren ist er nach Wil gekommen, und geblieben. «Mir gefällt es gut in der Ostschweiz», sagt er. Wil liege geographisch ideal. «Ich habe mich hier schnell heimisch gefühlt.

» So haben sich mit vielen Kunden und Mitarbeitern freundschaftliche Beziehungen entwickelt. Leute waren ihm schon immer wichtig. «Die grössten Highlights in meiner Karriere haben immer mit Personen zu tun gehabt», sagt er. Er denkt unter anderem an unvergessliche Betriebsausflüge oder Personalfeiern vergangener Tage. «Bei der UBS in Wil haben wir untereinander ein sehr freundschaftliches Verhältnis, das war schon immer so», schwärmt er. Sehr gute Beziehungen habe er auch zu seinen Kunden aufgebaut.

Mit ihnen zusammen erlebte er die goldene Zeit der Boomphase in den 80er-Jahren. «Damals ging die Verhältnismässigkeit etwas verloren», sagt er rückblickend. Dann kam die Immobilien- und Wirtschaftskrise in den 90er-Jahren. «Das ist mir nahe gegangen, da Kunden davon direkt betroffen waren.» Einige Betriebe mussten Überlebensstrategien ausarbeiten. Das Schicksal von lokalen KMU stand auf der Kippe. «Doch es kam nie zu einer grossen Konkurswelle. Das Gewerbe in Wil ist heterogen und widerstandsfähig», stellt er fest.

Bei Schwierigkeiten werde ums Überleben gekämpft, nicht zuletzt auch deshalb, weil eine Vielzahl der Unternehmungen Familienbetriebe seien.

40 Jahre Firmentreue

Lehmann ist ein «Bewegungsmensch». Er treibt gerne Sport, am liebsten im Freien. Früher spielte er Fussball, heute Golf. «Im Hinblick auf die Pension», sagt er schmunzelnd. Statt auf ein «Hole in One» kann aber heute auf die Arbeit angestossen werden. Manfred Lehmann feiert sein 40-Jahr-Dienstjubiläum bei der UBS.

Seine Freude zum Beruf scheint noch immer ungebrochen zu sein. «Mir macht die Zusammenarbeit mit Mitarbeitern und Unternehmern nach wie vor sehr viel Spass, und ich fahre jeden Morgen gerne zur Arbeit. Selbst dann, wenn in Mosnang die Sonne scheint, und Wil im Nebel liegt.»