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Ein Balanceakt ist nötig: Die Altstadt zwischen ruhigem Erholungsort für die Anwohner und einem öffentlichen Raum für Anlässe

Während Gastwirte und Gewerbe Anlässe mit Publikumsaufkommen in der Altstadt begrüssen, ziehen die Anwohner Ruhe vor. Nun sollen Ausschüsse die spezifischen Interessen der einzelnen Gruppen vertreten.
Gianni Amstutz
Die Altstadt: das Schmuckstück im Herzen von Wil. (Bild: SK)

Die Altstadt: das Schmuckstück im Herzen von Wil. (Bild: SK)

Die Altstadt in Wil ist Wohnort, Schauplatz für Veranstaltungen, Einkaufsstrasse und beherbergt zahlreiche gastronomische Angebote. Alle diese Interessensgruppen haben verschiedene Ansprüche daran, wie das Leben im Herzen Wils geregelt werden soll.

Marko Sauer sagte dazu an der Hauptversammlung im Restaurant El Pincho zum Wilden Mann:

«Eine Balance zwischen der Altstadt als Wohnraum und als Ort für öffentliche Veranstaltungen ist wichtig.»

Doch genau diese Balance sei in den vergangenen Jahren zusehends etwas aus dem Gleichgewicht geraten – auf Kosten der Anwohner.

Deshalb hat sich unabhängig von der Altstadtvereinigung ein Ausschuss Wohnqualität gebildet, dessen Sprecher Marko Sauer ist. Da die Interessen – zumindest teilweise – deckungsgleich sind, wurde Marko Sauer nun als Vertretung des Ausschusses auch in den Vorstand der Altstadtvereinigung gewählt. Neben dem Ausschuss für die Anwohner sollen mit Errico Mirto (Gastronomie), Peter Schönenberger (Immobilienbesitzer) und Andreas Breitenmoser (Gewerbe) auch die weiteren Interessensgruppen bei Gesprächen über die Entwicklung der Altstadt mit den Behörden vertreten sein.

Doch wieso braucht es überhaupt solche Interessensvertretungen der einzelnen Gruppierungen, existiert doch mit der Altstadtvereinigung bereits ein ähnliches Gebilde. Marko Sauer erklärt: «Die Altstadtvereinigung vertritt alle Bezugsgruppen. Sie muss also gezwungenermassen immer für einen Kompromiss einstehen.» Das gemeinsame Gespräch, um Kompromisse zu finden, sei zwar auch weiterhin das Ziel, doch es sei wichtig, dass jede Gruppe ihre spezifischen Anliegen vorbringen könne.

Anzahl Anlässe in der Altstadt begrenzen

Der Ausschuss Wohnqualität hat bereits ein Papier mit sechs Vorschlägen ausgearbeitet. In diesen geht es in erster Linie darum, Lärmimmissionen auf ein erträgliches Mass zu senken. Denn es habe eine schleichende Ausdehnung grosser Events in der Altstadt gegeben. Hinzu seien Konzerte und Anlässe in den Gastrobetrieben, Immissionen aus Gartenwirtschaften sowie die Verkürzung der Schliessungszeiten der Restaurants und Bars gekommen, heisst es in dem Papier, das der Ausschuss nun noch mit weiteren Stimmen von Anwohnern konkretisieren möchte.

Als Massnahmen wird unter anderem vorgeschlagen die Anzahl Konzerte und Events zu begrenzen und nur jenen eine Bewilligung zu erteilen, die einen direkten Bezug zur Altstadt haben. Es bleibt abzuwarten, wie sich andere Interessensgruppen, etwa Gastronomiebetriebe und Gewerbe dazu stellen.

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