Ein Auswärtiger verschönert das Dorf

MOGELSBERG. Der Künstler Thomas Fri Freydl hat ein Haus in Mogelsberg gekauft und mit viel Eigenleistung renoviert. Es steht fast am Dorfeingang, vom Bahnhof aus gesehen. Der Verkehrsverein verdankt den Einsatz mit einer Anerkennungsurkunde.

Martin Knoepfel
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Freuen sich über die gelungene Sanierung: Bruno Vogt, Christa Roth, Thomas Fri Freydl, Niklaus Seelhofer und Sabina Weilenmann (kniend). (Bild: unknown)

Freuen sich über die gelungene Sanierung: Bruno Vogt, Christa Roth, Thomas Fri Freydl, Niklaus Seelhofer und Sabina Weilenmann (kniend). (Bild: unknown)

Vorgestern überreichten Bruno Vogt und Niklaus Seelhofer im Namen des Verkehrsvereins Mogelsberg Thomas Fri Freydl eine Anerkennungsurkunde. Sie danken für besondere Leistungen zur Verschönerung des Dorfs. Der in Ganterschwil lebende und arbeitende Künstler hat ein kleines Wohnhaus gekauft und in vierjähriger Arbeit weitgehend selber saniert.

Blickfang geschaffen

Das Haus war vor der Renovation unansehnlich. Dabei liegt es an prominenter Stelle zwischen Dorf- und Unterdorfstrasse. Es ist fast das erste Gebäude Mogelsbergs, das man sieht, wenn man vom Bahnhof her kommt.

Vogt freut sich besonders, dass ein Auswärtiger das kleine Haus gekauft und mit viel Gefühl für die Bausubstanz renoviert hat. Nun verschönere das Haus das Dorf. Aufs nahe gelegene frühere Restaurant Alpina gemünzt, spricht Vogt von anderen Objekten im Dorf, die leer stünden und auf Käufer wie Freydl warteten, die sie wie der Prinz im Märchen wachküssten. Nach dem Kauf habe er allerdings manchmal schon bezweifelt, dass die Renovation gelinge, sagt Freydl. An den Fassaden wurden – mit Ausnahme des Kellers – defekte Schindeln ersetzt. Dank geschickter Malerarbeit sieht man nichts. Bei der Farbe habe der Heimatschutz ihm die Wahl zwischen Weiss, Grau und Ochsenblut gelassen, sagt Freydl. Er wählte Letztere – sie harmoniert gut mit den grauen Fenstersimsen.

Aus drei mach eins

Im Innern nahm er erhebliche Änderungen vor. Drei kleine Zimmer im ersten Stock verwandelte er in eine grosse Wohnküche. Zugleich ist so die Terrasse nutzbar. Die Wohnküche hat eine attraktive Raumhöhe, weil Freydl die Decke zum Estrich entfernt hat. Eine Kochinsel und Holzparkett ergänzen den guten Eindruck. Die verschieden hohen Stufen der Kellertreppe hat Freydl belassen.

Das Haus hat er an Sabina Weilenmann vermietet. Sie ist im Mai eingezogen, wohnt dort und betreibt eine Praxis für Fussreflexzonenmassage. Freydl fertigt Möbel aus Holz, Glas und Fell, seine Partnerin Christa Roth ist auf Objekte spezialisiert. Das Atelier der beiden mit Namen «Magasä» liegt in Ganterschwil.