Ein Ausdruck der Gefühle

Die Flawiler Lehrerin Cécile Sutter durfte bei ihrer Vernissage in der Galerie zur alten Bank viele Gäste begrüssen. Diese freuten sich mit der Kunstschaffenden über den gelungenen Anlass.

Kathrin Meier-Gross
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Ihre Bilder würden ihn berühren, bekannte Jürg Hoby zu Cécile Sutters Werken. (Bild: kmg.)

Ihre Bilder würden ihn berühren, bekannte Jürg Hoby zu Cécile Sutters Werken. (Bild: kmg.)

NIEDERUZWIL. Die Galerie im Herzen Niederuzwils war am Freitagabend vollständig in Flawiler Hand. Cécilia Hess, Mitglied der Galeriekommission, stellte den Gästen aus der Nachbargemeinde mit Stolz das Bijou vor, in dem bis am 1. April die farbintensiven Bilder, Kuben und Objekte von Cécile Sutter gezeigt werden.

Bilder, die berühren

Dass ausgerechnet ihm die Ehre zukomme, die Laudatio zu halten, möge erstaunen, insbesondere diejenigen, die ihn kennen würden, bekannte Jürg Hoby mit trockenem Humor. Als ausgesprochen nichtmusischer Typ zitiere er darum die Künstlerin: «Malen nimmt in meinem Leben einen wichtigen Platz ein, der mir viel Freude bereitet. Wenn sich diese Freude auf die Betrachter meiner Bilder übertragen lässt, freut mich das besonders.» Ihm sei es so ergangen. Die Werke hätten ihn angesprochen, in ihm etwas bewegt und ihn berührt, darum erachte er sich legitimiert, diese Laudatio zu halten.

Während eines Diskurses durch die Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts zählte Hoby neben Picasso, Andy Warhol und anderen zum Vergnügen der Zuhörer auch Cécile Sutter auf. Ihr Stil hebe sich dezidiert von der breiten Masse ab. Ihre Bilder seien das Produkt eines längeren Prozesses. Nach einem ersten Entwurf schaffe eine Kunstpause Raum für neue Ideen. Das Bild werde einmal oder mehrmals übermalt, was überraschende Tiefenwirkung erzeuge. Dabei lasse sie sich von der Kombination verschiedener Materialien, von Farben und Formen inspirieren. Cécile Sutter setze auf Leinwand, Holz oder Stoff Acrylfarben, Graphitstifte, Kreide oder selbstgebundene Pigmentfarben ein. Das Resultat sei Ausdruck ihrer Gefühle. Die Bilder seien von der Kraft der Farben geprägt, würden zugleich aber eine innere Ruhe ausstrahlen.

Authentisch und stark

Cécile Sutter präsentiert erstmals Kuben und Objekte. «Sie sind ein weiteres Indiz ihrer kreativen Experimentierfreudigkeit», sagte Hoby. Seit die Flawilerin sich 2003 als Kunstschaffende geoutet habe, sei sie ihrem Prinzip, wonach es immer einen weiterführenden Weg gebe, treu geblieben. Ihr Kunstschaffen sei echt, authentisch, unabhängig und stark. Hoby schloss mit der Aufforderung: «Lassen Sie sich mit spontaner Hingabe auf die Bilder und Objekte ein. Geben Sie sich dem Kunstwerk hin, um seine Besonderheiten zu erforschen.» Cécile Sutter fügte diesen Worten den Dank an ihren Gatten Peter an, der sie in allen Belangen unterstütze. Umrahmt von Lorenz Niederers melodiösen Gitarrenklängen genossen die Gäste die stimmungsvolle Atmosphäre.

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