Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Ein alter kirchlicher Brauch lebt weiter: Segen für zwei- und vierbeinige Freunde

Tiersegnung im Wiler Wallfahrtsort Maria Dreibrunnen mit Dominikanerpater Peter Suffel. Eine geschichtsträchtige Begegnung der besonderen Art.
Freddy Kugler
Der Tiersegnungs-Gottesdienst mit Pater Peter Suffel im Freien berührt Jung und Alt gleichermassen. (Bild: Freddy Kugler)

Der Tiersegnungs-Gottesdienst mit Pater Peter Suffel im Freien berührt Jung und Alt gleichermassen. (Bild: Freddy Kugler)

Wenn auf dem lauschigen Platz vor der Wiler Wallfahrtskirche Maria Dreibrunnen grosse und kleine Hunde um die Wette bellen, im Katzenkörbchen ein angespannter Tigerkater mauzt und in einer mit Stroh gepolsterten Transportkiste auf einem Leiterwagen Hühner und Meerschweinchen die Welt nicht mehr verstehen, dann versammeln sich dort einmal mehr deren Halterinnen und Halter zum jährlichen Tiersegnungsgottesdienst. Der Dominikanerpater Peter Suffel von der Katholischen Pfarrei Wil verstand es während der schlichten Feier, die Gläubigen mit ihren mitgeführten Haustieren zu berühren.

Alle Geschöpfe achten

Peter Suffel, seit 15 Jahren Seelsorger in Wil, wies in seiner Einleitung darauf hin, dass die christlichen Kirchen der Schweiz vom 1. September bis 4. Oktober die Schöpfungszeit feiern. In seinen Betrachtungen bezog er sich auf zwei Bibelverse aus dem zweiten Schöpfungsbericht des Buches Genesis. Dort ist unter anderem zu lesen, wie Gott zunächst den Ackerboden und dann den Menschen schuf. Darauf erkannte Gott, dass der Mensch allein ist. So schuf er zuletzt die Tiere. «Jedes Geschöpf hat sein Lebensrecht. Allen gilt Gottes Segen. Wer Gott, den Schöpfer des Lebens liebt und ehrt, der achtet alle seine Geschöpfe», betonte Peter Suffel.

Franziskus ist der Schutzpatron

Die Tiersegnung hat in der Katholischen Kirche eine lange Tradition. Jeweils am 4. Oktober feiert diese den Gedenktag des Heiligen Franz von Assisi, der ein sehr inniges und intensives Verhältnis zu den Tieren pflegte. Der Gründer des Franziskanerordens, der von 1181 oder 1182 bis 1226 gelebt hatte, ist Schutzpatron der Tiere. (fk)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.