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Eidgenössisch statt Olympia

Seitenblick
Urs Nobel

Die Olympischen Spiele sind Vergangenheit. Der Fokus richtet sich nun auf die nächsten, die in Peking stattfinden. Für die Schweizer Sportler eine hohe Hürde in Anbetracht des Medaillensegens in Pyeongchang. Delegationsleiter Ralph Stöckli aus Uzwil sitzt sicher schon an seinem Computer und brütet aus, wie viele «Plämpel» in vier Jahren nach Hause gebracht werden könnten.

Am Brüten sind aber auch noch andere. Jene, welche die Olympischen Winterspiele 2026 in die Schweiz bringen wollen. Olympische Spiele der Vernunft sollen es sein. Spiele, die nur einen Bruchteil dessen kosten sollen, was sie bisher kosteten. Da bleibt nur das Sprichwort: «Glauben macht selig».

Olympische Spiele der Vernunft sind heutzutage nicht mehr möglich. Wetten, dass man in Peking bereits die Köpfe darüber zerbricht, wie man eine bessere Eröffnungs- oder Schlussfeier machen kann als in Pyeongchang? Wetten, dass wieder Tausende von Arbeitern für ein Trinkgeld Höchstleistungen erbringen müssen, um hochmoderne Anlagen zu bauen, die nachher keiner mehr braucht?

In der Schweiz will man zwar die Olympischen Spiele in möglichst vielen bestehenden Sportstätten durchführen. Diese müssen jedoch saniert, renoviert und vor allem vergrössert werden. Man wird aber auch nicht darum herumkommen, zusätzlich neue Anlagen zu bauen. Dann aber schalten sich garantiert die Umweltorganisationen ein und verlangen Massnahmen, die zusätzliche, nicht kalkulierbare Kosten nach sich ziehen.

Mitreden will aber auch das Stimmvolk in der Schweiz. Olympische Spiele würden nämlich nicht das Wallis, sondern das ganze Land tangieren. Mit den Schweizern kann man nicht umgehen, wie mit den Russen, den Japanern, den Südkoreanern oder den Chinesen. Wir dürfen kritischer sein und auch Kritik anbringen. Aus diesem Grund wird es nie mehr Olympische Spiele in der Schweiz geben. Das soll aber Niemanden stören. Schliesslich hat auch die Schweiz traditionsreiche Grossanlässe. Zum Beispiel das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest oder das Eidgenössisches Turnfest.

Urs Nobel

urs.nobel@wilerzeitung.ch

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