EHRUNG: Chorgesang und Chilbi-Vergnügen

Die Pfarrei Niederhelfenschwil feierte das Patrozinium ihres Kirchenpatrons, von Johannes dem Täufer. Im Anschluss an den Gottesdienst fand die Johanni-Chilbi statt.

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Das Harassenstapeln ist bei der Jugend sehr beliebt. (Bild: Ernst Inauen)

Das Harassenstapeln ist bei der Jugend sehr beliebt. (Bild: Ernst Inauen)

Auch nach 230 Jahren beeindruckt die 1787 eingeweihte Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Niederhelfenschwil mit ihrem barocken Glanz. Das prachtvolle Deckengemälde des Tiroler Künstlers Josef Anton Pullacher stellt Szenen aus dem Leben von Johannes dem Täufer dar. Das Patrozinium des Kirchenpatrons hat im Jahreskalender der Pfarrei Niederhelfenschwil einen hohen Stellenwert. Kirchenpräsident Michael Okle erinnerte in seinem Schlusswort auch an das 30-Jahr-Jubiläum der neuen Späth-Orgel. Der 85-jährige Konzelebrant Eugen Boppart war bei der Orgelweihe Pfarrer von Niederhelfenschwil.

Johannes als moderner Glaubensbekenner

Traditionsgemäss singt der Johanneschor beim Festgottesdienst eine stimmungsvolle Messe. Dieses Jahr wählte Chorleiter Bernhard Zingg ein Werk des bei uns wenig bekannten österreichischen Komponisten Franz Aumann (1728–1797). Bei der Orgelsolomesse «Missa ex F» übernahm der Chor auch die Solostellen. An der Orgel begleitete Antonia Widmer den Johanneschor und die Gemeindelieder. Besonders bei gewissen Orgelsoloeinsätzen konnte sie mit wunderschönen Melodien glänzen. Zur Unterstützung des Chors trugen zusätzlich auch Erika Häusermann (Cello) und Ernst Bühler (Kontrabass) bei.

Der Salettinerpater Albert Schlauri wuchs in Niederhelfenschwil auf. Er feierte zusammen mit dem ehemaligen Pfarrer und heutigen Primissar Eugen Boppart die Liturgie. Er sei stolz auf die Jubla, die mit rund 70 Kindern und Jugendlichen vertreten sei, sagte Albert Schlauri. Die Jugend setze damit ein schönes Zeichen der Gemeinschaft. Er bezeichnete in seiner Predigt Johannes als modernen Heiligen, der schon zu seiner Zeit sagte, was er dachte und der damaligen Gesellschaft kritisch begegnete.

Zu seinen Gedanken über das Verhalten der heutigen Gesellschaft stellte er die Forderung auf, einander in Ehrfurcht und Würde zu begegnen und Gemeinschaft zu pflegen.

Unterhaltung mit diversen Spielen

Nach dem Gottesdienst besuchten die Pfarreimitglieder die gemütliche Johanni-Chilbi auf dem Schulhausplatz. Der Pfarreirat sorgte mit einer Speiseauswahl und Getränken für das leibliche Wohl. An verschiedenen Posten organisierten die Leiter und die Jubla-Kinder Spielmöglichkeiten für Jung und Alt. Besonders die Jugend nutzte das Angebot und vergnügte sich am Galgen, beim Harassenstapeln, Büchsenwerfen, Nageln oder anderen Spielen. Die Erwachsenen widmeten sich eher einem regen Austausch. Die Musikgesellschaft Niederhelfenschwil unterhielt mit einem Ständchen.

Ernst Inauen

redaktion@wilerzeitung.ch

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