Ehrenpräsident erhält einen eigenen Marsch

Die Blechharmonie Kirchberg bereitete ihrem Publikum am Wochenende im Restaurant Toggenburgerhof zwei Unterhaltungsabende. Als Geburtstagsgeschenk für ihren Ehrenpräsidenten Armin Strässle erklang die Uraufführung des für ihn komponierten Marsches «Unter der Kaiserlinde», was Strässle sichtlich rührte.

Peter Küpfer
Merken
Drucken
Teilen
Auch die jungen Musikanten des Ensembles Starter Winds bestritten einen Programmteil. (Bild: Peter Küpfer)

Auch die jungen Musikanten des Ensembles Starter Winds bestritten einen Programmteil. (Bild: Peter Küpfer)

KIRCHBERG. Schon eine halbe Stunde vor Beginn hiess es im «Toggenburgerhof»: «Wenn Sie nicht reserviert haben, hat es nur noch auf der Empore Platz.» Vor dem vollbesetzten Saal entrollte sich unter dem Titel «Magic Moments» eine durchkomponierte Abendunterhaltung vom Feinsten, in der die Höhepunkte sich in den folgenden drei Stunden jagten.

Dazu trug alles bei: die Musikanten der bewährten Formation unter der Leitung von Roman Ledergerber, die Einlagen von Conférencier und Magier Francis Voirol, die Festwirtschaft und die festliche Ambiance der Organisatoren, die sich vom ersten Moment an auf das Publikum übertrug.

Armin-Strässle-Marsch

Die Unterhaltung stand aber auch im Zeichen des Dankes für das langjährige Engagement der Mitglieder, wie Christian Guler, Präsident der Blechharmonie Kirchberg, bei der Begrüssung bereits andeutete.

Zuerst ehrte Guler die Verdienste von Linus Calzaferri um die Blechharmonie Kirchberg. Sodann wandte sich Guler an einen weiteren langjährigen treuen Mitmusizierenden, den im Saal anwesenden Ehrenpräsidenten Armin Strässle. Dieser führte seine Formation, wie Guler ausführte, nicht nur durch das 150-Jahr-Jubiläum (1993). Er setzte sich immer auch für ihre Weiterentwicklung ein.

Mit seiner Initiative wurde das Saxophon als Register geführt. Strässle regte auch die Integration von Flöte und Klarinette an und machte aus der traditionellen Blechmusik die Harmonie, die aus dem Kirchberger Musikleben nicht mehr wegzudenken ist. Auch förderte er die Zusammenarbeit mit der Musikschule Toggenburg und die Pflege des musikalischen Nachwuchses. Wegen Armin Strässles Verdiensten und als Zeichen der Verbundenheit gab die Blechharmonie ihrem Mitglied Enrico Calzaferri einen Auftrag, den dieser mit Begeisterung ausführte: für den Jubilar einen Marsch zu komponieren. Es entstand «Unter der Kaiserlinde», der bei der Unterhaltung am Freitag in Gegenwart von Armin Strässle zum ersten Mal gespielt wurde.

Ein gut gehütetes Geheimnis

Dabei wurde das Geheimnis offensichtlich sehr gut gehütet, so dass Armin Strässle bis zum Erklingen des ersten Tones nichts von dem zu seinen Ehren entstandenen Marsch wusste. Der Jubilar verdankte die Ehrung sichtlich gerührt.