Ehen scheitern am Zuhören

Die Seelsorgeeinheit Uzwil und Umgebung führte einen Partnerschaftsmorgen durch. Hauptthema waren Kommunikationsprobleme in der Beziehung.

Bea Näf
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Die Paare denken über Stolpersteine in der Beziehung nach. (Bild: Bea Näf)

Die Paare denken über Stolpersteine in der Beziehung nach. (Bild: Bea Näf)

OBERUZWIL. Verantwortlich für die Veranstaltung war die Gruppe Partnerschaft-Ehe-Familie (PEF) der Seelsorgeeinheit Uzwil und Umgebung. Nebst einem Referat von Ursula und Emanuel Oberhänsli aus Mosnang bot der Partnerschaftsmorgen auch die Gelegenheit für ein Gespräch zwischen Partnern.

Über Gefühle reden

Die Referenten konnten aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen: Das Ehepaar Oberhänsli hat drei Kinder und ist seit 20 Jahren verheiratet. Als Leiter des Familienseminars im Bildungshaus Quarten haben Ursula und Emanuel Oberhänsli ausserdem Einblicke in unterschiedlichste Partnerschaften erhalten.

Thematisch gingen sie insbesondere auf Stolpersteine in der Kommunikation und den respektvollen Umgang mit dem Partner oder der Partnerin ein. Eine gute Gesprächskultur sei die Grundlage für die Lösung von Problemen, betonten sie. Anhand von Beispielen aus dem Alltag zeigten sie, welche Hürden in der Kommunikation eine Beziehung belasten können. Richtiges Zuhören sei eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine glückliche Partnerschaft. Ausserdem empfahlen die Referenten klar formulierte Botschaften an das Gegenüber. Das Sprechen über Gefühle sollte kein Tabu sein. «Der Familienalltag wird durch Transparenz im Gefühlsbereich wesentlich beeinflusst», betonte Oberhänsli.

Respektvoller Umgang

Die positive Wortwahl und der respektvolle Umgang miteinander löse Zufriedenheit in der Familie aus. Lehrpersonen stellten immer wieder fest, wie stark sich der in der Familie herrschende Umgangston auf die Kinder übertrage. Das aktive Zuhören sei der am häufigsten vernachlässigte Aspekt in der Partnerschaft. Sich Zeit zu nehmen für die Anliegen des Partners oder der Partnerin, erfordere Disziplin und Übung.

Um das Zuhören gleich zu üben, konnten sich die Paare in verschiedene Räume zurückziehen. Es sei gar nicht so einfach, einige Minuten nur zuzuhören, ohne dem Gegenüber ins Wort zufallen, gestanden sich einige Frauen und Männer danach ein. Beim gemeinsamen Frühstück drehte sich das Gespräch weiter um lebendig gestaltete Beziehungen und Probleme, welche jedem Ehepaar bekannt sein dürften.

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