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EHC Uzwil schlittert
tiefer in die roten Zahlen

Die finanzielle Schieflage des EHC Uzwil wird prekärer. Mit dem Verlust von rund 57000 Franken für 2017, wächst die Überschuldung auf 158959 Franken. An der Hauptversammlung wurde gar die Legitimation der 1. Mannschaft des Erstligisten in Frage gestellt.
Gianluca Lombardi

Philipp Herzog ist neuer Präsident des EHC Uzwil. Er ersetzt Romano Ruch, der im Herbst 2017 an die Vereinsspitze gewählt worden war, sein Amt jedoch im Januar aus gesundheitlichen Gründen wieder abgegeben hatte. Herzogs Wahl gedieh an der Hauptversammlung vom Mittwoch jedoch weitgehend zur Nebensache. Im Fokus stand das von sportlichen und finanziellen Tiefschlägen geprägte Geschäftsjahr der Hawks.

Der Abstieg des Erstligisten konnte auf der Zielgeraden zum Saisonschluss gerade noch abgewendet werden, finanziell hingegen rutschte der Club noch tiefer in die roten Zahlen. Der ehemalige Präsident, Ugur Uzdemir, der das Vereinsruder nach dem Ausscheiden Romano Ruchs interimsmässig übernommen hatte, sprach zur Eröffnung der Versammlung von einem turbulenten Jahr mit vielen Höhen und Tiefen. «Sportlich konnte man sich zwar glücklich retten, administrativ verzeichnete man mit dem Abgang von Adam Mechergui jedoch einen herben Dämpfer.»

Funktionäre und Lieferanten warten auf ihr Geld

Spätestens nach der Präsentation des Jahresverlustes und des neuen negativen Eigenkapitals von 158959 Franken, erhitzten sich die Gemüter und es tauchten Fragen auf. Es musste eingestanden werden, dass es sowohl Lieferanten als auch Funktionäre gibt, die auf ihr Geld warten. Ugur Uzdemir versprach aber, dass jeder sein Guthaben erhalten werde. Gleichzeitig verhehlte er jedoch nicht, dass das Minus nur dank guter Gespräche und vielseitigem Engagement nicht im sechsstelligen Bereich geblieben sei.

Auf Antrag eines Mitglieds, erteilten die Versammelten, dem Vorstand keine Décharge für die Jahresrechnung. Der Jahresverlust ist vor allem auch auf rückläufige Ausbildungsentschädigungen und ausgebliebene Sponsorenzahlungen zurückzuführen. Gerade letzterer Umstand sorgte für Zündstoff, denn mehrfach war aus dem Saal zu hören, dass viele Rechnungen des Sponsorenlaufs gar nicht erst verschickt worden seien und dadurch beträchtliche Summen in der Bilanz fehlten.

Dies zeige unter anderem, dass im administrativen Bereich geradezu chaotische Zustände herrschten, hiess es unter anderem. Selbst dem Wunsch der Auslage einer Bilanz und Erfolgsrechnung konnte der Vorstand nicht gerecht werden. Dafür habe schlichtweg die Zeit gefehlt – eine Aussage, die mit einem Raunen zur Kenntnis genommen wurde.

31260 Franken Verlust budgetiert

Auch für die Spielzeit 2018/ 2019 wird mit einem Verlust gerechnet. Dieser wird sich mutmasslich auf rund 31260 Franken belaufen. Entsprechend führte das Budget zu neuerlichen emotionalen Diskussionen. Einige Vereinsmitglieder hinterfragten gar die Existenzberechtigung der ersten Mannschaft in der 1. Liga. Auch wurden Stimmen laut, die einen Abstieg in die 2. oder gar 4. Liga zumindest aus wirtschaftlicher Sicht für sinnvoller erachteten.

Obwohl eben erst gewählt, kam der neue Präsident, Philipp Herzog, nicht umhin, sich den Fragen der Mitglieder zu stellen. Immer wieder betonte er, dass es unter seiner Führung keine Schnellschüsse geben werde und er sich einen langfristig gut aufgestellten Vereinsvorstand wünsche. Wie sich dieser zeitnah zusammensetzen wird, konnte erst zum Teil beantwortet werden. Der neue starke Mann des EHC Uzwil wusste jedoch mit überzeugenden Aussagen Hoffnung auf Besserung zu wecken. Er befinde sich mit Sponsoren und Gläubigern in konstruktiven Gesprächen, sagte er und schob nach: «Ich bin optimistisch, dass der Verein den Turnaround schaffen wird.

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