Kommentar
EC Wil zieht Frauenteam zurück: Dieser Entscheid kennt nur Verlierer

Das Frauenteam des EC Wil ist in seiner nur dreijährigen Geschichte von Erfolg zu Erfolg geritten. Nun beendet der Eishockeyverein das Kapitel. Nach einem internen Machtkampf – ausgelöst durch die in der «Wiler Zeitung» publik gewordenen Transfers – sah der Vorstand keine andere Möglichkeit als den Teamrückzug. Dieser Schritt wäre vermeidbar gewesen, hätte die interne Kommunikation des Clubs nicht versagt.

Tim Frei
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Tim Frei, Redaktor Regionalsport der «Wiler Zeitung»

Tim Frei, Redaktor Regionalsport der
«Wiler Zeitung»


Der EC Wil zieht sein Frauenteam zurück – und damit die erfolgreichste Equipe des ganzen Clubs. Obschon es das Team erst seit drei Jahren gibt, machte es einen Sprung von der NLC bis in den NLB-Halbfinal.

Zwischen dem Vereinsvorstand und Frauenteamgründer Marcel Herzog wurde in den vergangenen Tagen ein Machtkampf publik. Herzog hat seine Kompetenzen mit in Eigenregie getätigten Transfers überschritten, so der Vorwurf des Präsidenten. Als der Vorstand aus der «Wiler Zeitung» von den Verpflichtungen erfuhr, sorgte dies für rote Köpfe. Die interne Kommunikation hat versagt: Beide Parteien hätten offen und mehr miteinander kommunizieren müssen.

Die Entwicklungen kennen nur Verlierer: Ein Verein, dessen Reputation gelitten haben dürfte, ein Frauenteam, dessen dreijährige Erfolgsgeschichte beim EC Wil abrupt endet – und der Frauensport ganz generell.

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