EC Wil stattet Stürmer mit Try-Out-Vertrag aus

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Wil Der EC Wil vermeldet einen Transfer, wie er in der 1. Liga nicht alle Tage vorkommt. Stürmer Bryan Sieber wird mit einem Try-Out-Vertrag ausgestattet. Was die Frage aufwirft, was das überhaupt ist. Ein Try-Out-Vertrag beschreibt eine befristete Arbeitsbeziehung zwischen den beiden Parteien. Wie schon der Name vermuten lässt, wird ein Spieler damit an den Verein gebunden. Der Vertrag kann jedoch nach dem Ablauf der kurzen Frist von beiden Seiten aufgelöst werden. Er kann aber auch in einem weiterführenden Vertrag enden.

Bryan Sieber erhält somit die Chance, sich beim Erstligisten mit guten Leistungen aufzudrängen. Der Stürmer wird den August hindurch mit den Äbtestädtern auf dem Eis trainieren. Daniel Zeber, der neue Sportchef des EC Wil, erklärt die Entscheidung wie folgt: «Da wir nicht wissen, wie er sich in den vergangenen Jahren in Amerika entwickelt hat, wollen wir ihn diese Zeit genauer ansehen.»

Verstärkt auf die Physis geachtet

Sieber hat bei den Eisbären St. Gallen das Eishockey-Abc erlernt. In den letzten drei Jahren spielte er in Juniorenligen Nordamerikas. Nach der Analyse der vergangenen Saison sieht Zeber Handlungsbedarf: «Wir haben festgestellt, dass uns neben Qualität auch Physis fehlte. Wir hatten technisch gute Spieler. Aber keine, die dort hin gingen, wo es wehtut. Bei der Verpflichtung von neuen Spielern haben wir speziell darauf geachtet.» Mit dem 98 Kilogramm schweren Angreifer hofft man eine solche Personalie gefunden zu haben. (yvw/sdu)