EC Wil: Spielerinnen erhalten Maulkorb vom Präsidenten

Vier Spielerinnen des mittlerweile zurückgezogenen Frauenteams sind vom Vorstand des EC Wil an seine Vorstandssitzung eingeladen worden. Pikant: Über den Gesprächsinhalt sollen sie erst etwas sagen dürfen, wenn der vom Verein beigezogene Anwalt grünes Licht gegeben habe.

Tim Frei
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Präsident Roger Dietschweiler (Mitte) und Marketingchef Daniel Knecht (rechts) übernahmen Ende Januar die Führung des EC Wil. Peter Wittwer (links) blieb dem Vorstand als Aktuar erhalten. (Bild: Tim Frei)

Präsident Roger Dietschweiler (Mitte) und Marketingchef Daniel Knecht (rechts) übernahmen Ende Januar die Führung des EC Wil. Peter Wittwer (links) blieb dem Vorstand als Aktuar erhalten. (Bild: Tim Frei)

Vor der Hauptversammlung vom Freitagabend ist beim Vorstand des
EC Wil ein Antrag eingegangen, der für Gesprächsstoff sorgen dürfte. Er lautet: Der Rückzug des Frauenteams soll rückgängig gemacht werden.

Nun folgt in der Geschichte um das Frauenteam ein neuer Höhepunkt: An die Vorstandssitzung des EC Wil vom vergangenen Donnerstag waren vier Spielerinnen eingeladen worden. Dies, nachdem zwei Spielerinnen den Präsidenten in einer E-Mail gebeten hatten, den Rückzug nochmals zu überdenken.

Präsident dementiert «Androhungen»

Präsident Roger Dietschweiler soll den Spielerinnen gesagt haben, sie dürften den Mitspielerinnen und dem gesamten Frauen-Staff über den Gesprächsinhalt erst etwas sagen, wenn ein beigezogener Anwalt dafür grünes Licht gegeben habe. Dies wurde dieser Zeitung von einer Quelle bestätigt, die sich auf Aussagen einer am Gespräch anwesenden Spielerin beruft.

Dazu Dietschweiler: «Androhungen gegenüber den Spielerinnen hat niemand im Vorstand geäussert. Jeder und jede hat seine Meinung geäussert – und das war’s.» Und:

«Rein informativ haben wir den Ladies mitgeteilt, dass wir bereits im Vorfeld als Unterstützung einen Anwalt beigezogen haben, der alles überprüft.» 

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