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Kreuzlingen-Konstanz sagt «Nein»:
Die NLB-Frauen Wils stehen vor dem Aus

Das Ladies Team des EC Wil und das potenzielle Nachfolger-Team HC Ladies Wil sind wohl Geschichte. Vertreter des EHC Kreuzlingen-Konstanz lehnten einen Antrag für eine Spielbewilligung der Wilerinnen in der NLB als einziges Team ab. Nur ein Umdenken der Kreuzlinger oder eine Intervention des Verbands könnten nun noch helfen. Der Präsident des EC Wil äussert sich zu seiner Bitte, die Thurgauer sollen den Antrag ablehnen.
Tim Frei
Die Wilerinnen (in Schwarz-Grün) im Heimspiel gegen den EHC Kreuzlingen-Konstanz, der das Zünglein an der Waage ist - falls der Verband nicht noch interveniert.. (Bild: Tim Frei)

Die Wilerinnen (in Schwarz-Grün) im Heimspiel gegen den EHC Kreuzlingen-Konstanz, der das Zünglein an der Waage ist - falls der Verband nicht noch interveniert.. (Bild: Tim Frei)

Vereinsvertreter des EC Wil und des EHC Kreuzlingen-Konstanz haben sich vergangenen Mittwoch in der Kreuzlinger Bodenseearena getroffen. «Wir wurden im Vorfeld kontaktiert und gebeten, für die Entscheidungsfindung von Kreuzlingen-Konstanz die Fakten unserer Entscheidung auf den Tisch zu legen», sagt Wils Präsident Roger Dietschweiler. Andreas Staub, Präsident der Thurgauer, bestätigt diese Angaben.

Wie die «Wiler Zeitung» am Freitag publik machte, bat Dietschweiler die Verantwortlichen von Kreuzlingen-Konstanz am Treffen, diesen Antrag abzulehnen: Anstelle der EC Wil Ladies sei der HC Ladies Wil in der zweithöchsten Frauenliga spielberechtigt. «Dass wir das Vorgehen des HC Ladies Wil aufgrund der Vorkommnisse nicht unterstützen können, ist klar», so der Wiler Präsident. Andreas Staub sagt:

«Ob Dietschweiler uns darum gebeten hat oder nicht, hat eigentlich keinerlei Relevanz»

Die Entscheidung, die vom Gesamtvorstand abgesegnet worden sei, hätten sie alleine getroffen.

«Der EC Wil bekennt sich zum Fraueneishockey»

Hat Dietschweiler etwas gegen das von Marcel Herzog gegründete Frauenteam? «Nein, und auch mit Herzog habe ich kein Problem», beteuert er.

«Es geht aber im Grundsatz nicht um ein Team Herzog.»

An ihrer Sondierungssitzung vom 15. Mai habe Herzog dem Vorstand versichert, dass zu diesem späten Zeitpunkt, keine «vernünftigen Spielerinnen» mehr verpflichtet werden könnten und auch keine Verträge bestünden.

«Mit dieser Aussage hatte der EC Wil auch noch kein Frauenteam. Daraufhin haben wir unsere vorsorgliche Anmeldung beim Verband zurückgezogen», so Dietschweiler. Mit seinem Votum zu den Spielerinnen seien nur Transfers gemeint gewesen, sagt Herzog:

«Der Grossteil des Kaders stand mit rund 13 Spielerinnen schon länger.»

Nach den Entwicklungen der vergangenen Tage und Wochen scheint es, als habe sich der EC Wil vom Frauensport zurückgezogen. Dietschweiler widerspricht: «Der EC Wil bekennt sich weiterhin zum Fraueneishockey und bildet nach wie vor junge Frauen im Nachwuchsbereich aus. Ebenso bieten wir Anschlusslösungen – wie beispielsweise mit dem EHC Kreuzlingen-Konstanz besprochen.» Zum Vorwurf, dass Dietschweiler mit seinem Verhalten den Spielerinnen eine Teilnahme am Ligabetrieb verunmöglicht, sagt er:

«Ein neues Frauenteam ist uns nur durch die Medien bekannt. Es kann und darf doch nicht sein, dass wir in die Irre geführt werden und anschliessend noch solche Lösungen bejahen sollen.»

Das Aus des Wiler Fraueneishockeys?

Das Ladies Team des EC Wil und das potenzielle Nachfolger-Team HC Ladies Wil sind wohl Geschichte: In der Rolle der Totengräber finden sich der Stammclub EC Wil und dessen Präsident Roger Dietschweiler sowie – pikanterweise – der Ligakonkurrent EHC Kreuzlingen-Konstanz, der als einziger SWHL B-Club die Aufnahme des neuen Wiler Teams in die SWHL B-Meisterschaft abgelehnt hat.

Damit ist gemäss Reglementen eine Weiterführung des Teams als eigenständiger Club nicht möglich. Verlierer in der unrühmlichen Posse gibt es viele – in erster Linie die rund 20 Spielerinnen, denen die Möglichkeit genommen wurde, ihr Hobby weiterhin in Wil auszuüben.

Ein Strohhalm bleibt ihnen noch: Der Verwaltungsrat von Swiss Icehockey könnte an seiner nächsten Sitzung entscheiden, den HC Ladies Wil die Spielgenehmigung trotzdem zu erteilen. (dm)

Das meint Redaktor Tim Frei zu den Vorkommnissen rund um das Wiler Frauen-Eishockey:

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