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Im Meer der Touristenattraktionen Bettina Kürsteiner, freie Mitarbeiterin der Wiler Zeitung, arbeitet während ihrer Semesterferien in Irland. Sie berichtet unregelmässig über ihre Erlebnisse auf der Grünen Insel.

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Beim Anblick der Cliffs of Moher kommt man sich herrlich klein und unbedeutend vor. (Bild: bek.)

Beim Anblick der Cliffs of Moher kommt man sich herrlich klein und unbedeutend vor. (Bild: bek.)

Im Meer der Touristenattraktionen

Bettina Kürsteiner, freie Mitarbeiterin der Wiler Zeitung, arbeitet während ihrer Semesterferien in Irland. Sie berichtet unregelmässig über ihre Erlebnisse auf der Grünen Insel.

Das zweitägige Musikfestival auf Lissard Estate (Cork) mit Artisten wie Chic und Mick Flannery war der krönende Abschluss meines Aufenthalts in Skibbereen. Nun bin ich wieder zurück in Dublin und habe Besuch von zwei Freunden aus der Schweiz erhalten. Doch bevor ich mich endgültig in meine Ferien verabschiede, möchte ich auf einer Tour rund um Dublin zeigen, was es hier alles zu sehen gibt.

Jedes Jahr am 17. März feiern die Iren den Saint Patrick's Day und gedenken dabei ihres Nationalheiligen Patrick. Zugegeben, ein Besuch der Saint Patrick's Cathedral ist nicht gerade ein Abenteuertrip, aber wenn man bedenkt, dass es die längste Kirche Irlands ist und sie aus dem Mittelalter stammt, ist es ein Besuch wert. Um unserem Verlangen nach Abenteuer gerecht zu werden, haben wir eine Schifffahrt auf dem Liffey gebucht. Auf der Fahrt lernen wir eine Menge über die Geschichte Dublins. Am Ende der Fahrt wartet der Car schon auf uns: Er bringt uns nach einem kurzen Zwischenhalt im malerischen Glendalough (Wicklow Mountains National Park) in den Westen Irlands nach Galway. Beim Anblick der Cliffs of Moher bleibt uns der Mund offen stehen, wir haben schlichtweg unsere Sprache verloren und bestaunen dieses einzigartige Kunstwerk der Natur.

Galway und die Aran Islands

In Galway gibt es Dutzende von Pubs, eine hervorragende Möglichkeit, sich nach der anstrengenden Carfahrt zu erfrischen. Da wir schon einmal im Westen sind, besuchen wir die Aran Islands, eine Inselgruppe in der Galway Bay. Ein wundervoller Ort, um einmal im Leben unberührte Landschaft zu erleben. Von den knapp 300 Einwohnern, die sowohl Gälisch wie auch Englisch sprechen, ist praktisch nichts zu sehen, als wir auf unseren Mietvelos einen Teil der Insel erkunden. Die Strände sind leer, eine angenehme Brise weht uns ins Gesicht. Anschliessend treten wir unseren Heimweg an. In Dublin trennen sich unsere Wege: Einige von uns machen sich auf den Weg in Richtung Henry Street und Grafton Street, der grossen Einkaufsstrassen Dublins, die anderen besichtigen das Guinness Storehouse. In der Gravity Bar auf dem Dach kann man die ganze Stadt überblicken. Sofort findet man Inspiration für weitere Besichtigungen: Das Trinity College, der Phoenix Park, die Wicklow Mountains, das Croke Park Stadium und selbst die Guinness-Brauerei befindet sich direkt vor unserer Nase.

Im Touristenviertel Temple Bar

Das Gebiet Temple Bar konzentriert sich um die Bar gleichen Namens. Bereits am frühen Abend ist viel los, und das Touristenviertel zeigt sich von seiner schönsten Seite. Pubs reihen sich aneinander und aus jedem einzelnen strömt Musik auf die Strasse und vermischt sich mit den Klängen der Strassenmusiker. In der Quays Bar wünschen wir uns das bekannte irische Lied «The Galway Girl» von Steve Earle und kommen uns dabei wie Klischeetouristen vor. Bettina Kürsteiner