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DUSSNANG: Der Strassenname bleibt

Der Kneipphof heisst seit Mittwoch "Rehaklinik Dussnang». Exponenten aus dessen Umfeld beurteilen die Änderung durchwegs positiv. Ein bisschen Nostalgie schwingt dennoch mit.
Roman Scherrer
Der neue Name prangt bereits prominent vor der Rehaklinik Dussnang. (Bild: Olaf Kühne)

Der neue Name prangt bereits prominent vor der Rehaklinik Dussnang. (Bild: Olaf Kühne)

Roman Scherrer

roman.scherrer@thurgauerzeitung.ch

Die wenigsten Besucher gehen heute noch extra wegen eines Kneipp-Fussbads in die Dussnanger Klinik, welche man als «Kurhaus» oder als «Kneipphof» kennt. Am Mittwoch hat sich das Unternehmen von «Kneipphof» in «Rehaklinik Dussnang» umgetauft. Es will dadurch gegen aussen zeigen, was im Innern hauptsächlich angeboten wird: medizinische Rehabilitation.

Hinter dem Namenswechsel steckte laut Geschäftsführerin Evelyne Wirz viel Arbeit. So mussten etwa neue Broschüren, Bilder und neue Kleidung für das Personal erstellt, eine neue Webseite aufgeschaltet sowie die Mail-Adressen geändert werden. Im Gegensatz zum alten Logo ist im neuen der Ortsname Dussnang aufgeführt.

Bundesfeier fand beim Kurhaus statt

«Der alte Name stimmte nicht mehr. Die Funktion der Klinik hat sich verändert, spätestens seit sie die Schwestern vom Kloster Heiligkreuz in Cham verkauft haben. Und das Kneippen ist eigentlich weggefallen», sagt der Fischinger Gemeindepräsident Willy Nägeli. Mit dem Neubau der Klinik nehme die Bedeutung der Rehabilitation weiter zu. «Ich kann die Namensänderung deshalb gut nachvollziehen». Dass der ehemalige Kneipphof mit der neuen Bezeichnung unter all den an­deren Rehakliniken und Rehazentren etwas untergehen wird, glaubt Nägeli nicht. «Im Gegenteil, die Bekanntheit könnte sogar zunehmen. Mit dem neuen Namen erkennt jeder, um was es sich handelt.» Ausserdem hänge die Bekanntheit mit dem Ort zusammen. «Wer zur Reha in den Kneipphof ging, hat immer gesagt: Ich gehe nach Dussnang.» Die Klinik geniesst laut Nägeli in der Gemeinde Fischingen einen hohen Stellenwert – und das bereits in der Vergangenheit. So habe etwa der Gemeinderat vor rund 30 Jahren noch die Bundesfeier vor dem ehemaligen Kurhaus abgehalten. In den 80er-Jahren wurde gar die damalige Hauptstrasse in Kurhausstrasse umbenannt. «Auch die heutige Arbeit der Klinik ist hoch angesehen. Sie ist neben dem Kloster einer der Leuchttürme unserer Gemeinde», sagt Willy Nägeli.

Auch für den Verkehrsverein Fischingen, der sich um den Tourismus in der Gemeinde kümmert, ist das ehemalige Kurhaus ein wichtiger Partner. «Für uns wird der neue Name nicht gross etwas ändern», sagt Tiziana Ferigutti, Aktuarin des Verkehrsvereins. Dass die Ortschaft nun explizit im Namen und im Logo aufgeführt ist, könne aber eine Bekanntheitssteigerung für Dussnang bewirken. Auch Ferigutti bemerkt, dass es in den letzten Jahren einen Wandel bezüglich der Klinikgäste, hin zu mehr Rehapatienten, gegeben hat. «Diese sprechen wir mit unseren Aktivitäten, etwa den Wanderwegen, weniger an.»

Früher Kneipp-Kurse durchgeführt

Als die heutige Rehaklinik noch über die entsprechenden Anlagen verfügte, hatte der Kneippverein Dussnang dort jeweils Kurse durchgeführt. «Jetzt sind wir vor allem traurig, dass das Kneippen aus dem ehemaligen Kneipphof verschwunden ist», sagt die Präsidentin des Kneippvereins, Pia Grob. Auch sie ist jedoch der Meinung, dass der alte Name nicht mehr gepasst hat und die Bezeichnung «Rehaklinik» mehr Sinn macht.

Ähnlich sieht es die Geschäftsstellenleiterin des Vereins Regio Wil, Anne Rombach-Jung: «Der Name Kneipphof hatte zwar noch etwas Historisches, er stellte eine Besonderheit dar. Unter dem Begriff Rehaklinik kann man sich das Angebot aber besser vorstellen.» Zudem findet sie es gut, dass im neuen Namen und im Logo die Ortschaft genannt wird. «Die Klinik hat einen guten Ruf und es ist von grosser Bedeutung, dass wir sie in unserer Region haben».

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