Durchatmen nach dem Nuller

OBERWANGEN/GÄHWIL. Die Betreiber der Skilifte in der Region blicken auf einen guten Winter zurück und schreiben schwarze Zahlen. Während in Gähwil die Schulden getilgt werden, wird in Oberwangen eine der fünf Schneekanonen ersetzt.

Simon Dudle
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Hochwinter im unteren Toggenburg: Der anhaltende Schneefall zum Ende des Jahres 2014 sorgte für regen Betrieb am Skilift Hamberg. (Bild: Archiv/Tatjana Joos)

Hochwinter im unteren Toggenburg: Der anhaltende Schneefall zum Ende des Jahres 2014 sorgte für regen Betrieb am Skilift Hamberg. (Bild: Archiv/Tatjana Joos)

Der Stephanstag 2014 wird den Verantwortlichen der Skilifte in Oberwangen und Gähwil noch lange in guter Erinnerung bleiben. Es war nämlich der Tag, an dem der grosse Schnee kam. Dieser war besonders wichtig, weil sie sehnlichst und lange auf die weisse Pracht gewartet hatten. Nachdem die Anlagen im vorangehenden Winter mangels Schnee keinen einzigen Tag geöffnet waren, kam der heftige Schneefall einer Erlösung gleich.

Über 5500 Besucher

Der Skilift in Oberwangen hatte in der Folge während 36 Tagen geöffnet. Das sind so viele Betriebstage wie seit dem Winter 2009/2010 nicht mehr. Gesamthaft wurden 5549 Besucher gezählt. Die entspricht dem fünfthöchsten Wert, seit eine Genossenschaft für den Skilift verantwortlich ist, also seit 1998. Der Rekord mit 9048 Personen wurde im Winter 2005/2006 aufgestellt. Punkto durchschnittlicher Besuch pro Tag wurde gar der zweithöchste Wert verzeichnet.

Schneekanone ersetzen

Fast ein Drittel des Umsatzes wurde in sechseinhalb Tagen rund um Silvester gemacht. Auch Ende Januar und im Februar konnte im Tannzapfenland gefahren werden – nicht nur dank Kunstschnee. Wie so oft war es in Sirnach zwar grün, in Oberwangen aber weiss. Diese Gegebenheit ist für die Skiliftbetreiber indes nicht die beste Voraussetzung, da man dann in Sirnach oder Wil nicht auf die Idee kommt, dass man ganz in der Nähe Ski fahren könnte. Noch bevor die definitive Abrechnung vorliegt, kann Pistenchef Paul Koller bereits verkünden, dass ein Gewinn von rund 8000 Franken resultieren wird. Dieses Geld soll verwendet werden, um eine der fünf Schneekanonen zu ersetzen.

16 Tage in zwei Blöcken

Weniger lang in Betrieb war der Skilift Hamberg in Gähwil. Mit den 21 Tagen zeigt sich Genossenschaftspräsident Albert Schmid aber zufrieden. Zwischen dem 29. Dezember und dem 2. Januar war der Lift fünf Tage lang in Betrieb, zwischen dem 31. Januar und dem 18. Februar während 16 Tagen fast durchgehend. Auch hier liegt der Abschluss noch nicht vor, jedoch sind Einnahmen von rund 40 000 Franken zu verbuchen, was in einen Gewinn von 7000 bis 8000 Franken münden dürfte. Damit soll der Verlust aus dem Vorjahr gedeckt werden. Da ein Verlustvortrag von total rund 11 000 Franken zu Buche steht, ist der Gewinn äusserst willkommen. Auch aus einem anderen Grund ist Schmid froh, dass der Schnee gekommen ist: «Wenn wir über mehrere Jahre den Lift nicht laufen lassen können, dann geht in den Köpfen der Leute vergessen, dass es auch in Gähwil einen Skilift hat.»

Saisonende: Wie in Gähwil sind auch in Oberwangen (Bild) die Bügel nach einer guten Wintersaison abgehängt worden. (Bild: Simon Dudle)

Saisonende: Wie in Gähwil sind auch in Oberwangen (Bild) die Bügel nach einer guten Wintersaison abgehängt worden. (Bild: Simon Dudle)

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