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Durch den altehrwürdigen Hof stöbern: Da kommen Erinnerungen hoch

Vor exakt 20 Jahren wurde der Hof zu Wil mit neuem Leben erfüllt. Mit der damals gestarteten Neuausrichtung erfolgte der Startschuss zur nachhaltigen Wiederbelebung des beliebten Wiler Wahrzeichens.
Christoph Heer
Grosses Interesse weckte am Tag der offenen Tür das spezielle, dreistöckige Dachgeschoss im Hof zu Wil. (Bilder: Christoph Heer)

Grosses Interesse weckte am Tag der offenen Tür das spezielle, dreistöckige Dachgeschoss im Hof zu Wil. (Bilder: Christoph Heer)

Mit der Eröffnung der Hofgastronomie und dem Bewohnen der Toggenburg und des Schnetztors wurde dem Hof zu Wil im Jahr 1998 neues Leben eingehaucht. Der Stiftungszweck verfolgt seit nunmehr 20 Jahren das Ziel, den eindrücklichen und geschichtsträchtigen Bau zu erhalten und zu pflegen.

Wenig bekannte Räume zum Entdecken

Am Samstag fand ein Tag der offenen Tür statt, der auf grosses Interesse stiess. Schon vor der Mittagszeit strömten viele Interessierte in die für einmal begehbare Dienerschaftskapelle, der Ausstellungshalle, dem Bierbrauersalon, der Säulenhalle, der Äbtekapelle sowie dem ganzen Dachstock. Insbesondere der Letztgenannte stiess auf viel Zulauf. So gilt der dreistöckige Dachstock weit herum als einer der ganz wenigen seiner speziellen Art. Ganz zuoberst gab es dann auch viele Informationen über die architektonischen Begebenheiten, während man sich in der Säulenhalle über die planerische und politische Zukunft des Hofs zu Wil ins Bild setzen lassen konnte. Stiftungspräsidentin Susanne Hartmann deutete in ihren Kurzvorträgen auf die finanziellen Aspekte der dritten Bauetappe hin. «Uns von der Stiftung liegt es unter anderem am Herzen, den Dachstock sichtbar und begehbar zu machen. Was aber genau sichtbar gemacht werden kann, ist angesichts der verschiedenartigen Bausubstanz äusserst schwierig. Umso wichtiger ist es, dass unsere Zusammenarbeit mit der Kantonalen Denkmalpflege tadellos funktioniert.» Die Stadtpräsidentin betonte, dass auch die Zusammenarbeit mit dem Kanton überaus gut verläuft.

24 Millionen Franken für die letzte Etappe

Zwei, die sich verstehen und in Erinnerungen schwelgen können, da sie Nachbarn waren im Hof zu Wil: Ruedi Schär (links) und Erwin Steiner.

Zwei, die sich verstehen und in Erinnerungen schwelgen können, da sie Nachbarn waren im Hof zu Wil: Ruedi Schär (links) und Erwin Steiner.

Ein Kernstück der dritten Renovationsetappe des seit 1978 unter Bundesschutz stehenden Hof zu Wil ist ein zu installierendes Erschliessungssystem. Danach soll auf allen Geschossen eine angemessene Nutzung möglich werden können. Die Kosten für das anstehende Projekt sollen knapp 24 Millionen betragen, wobei der Kostenteiler vorsieht, dass die Stadt Wil und die Stiftung Hof zu Wil je 9,3 Millionen Franken übernehmen. Der Rest dürfte vom Kanton St. Gallen eingebracht werden.
Noch steht dem Ganzen aber ein langer Weg mit vielen Abklärungen, Eingaben und Genehmigungen bevor. Getragen ist das Vorhaben von der Hoffnung, dass dem historisch wichtigen Projekt nicht all zu viele Steine in den Weg gelegt werden. So meinten drei ältere Besucher, dass es ungemein wichtig sei, das «unbezahlbare» Wiler Bijou zu hegen, zu pflegen und für die Zukunft bereit zu machen. «Hier drin habe ich immer Hühnerhaut. Schade, können die Holzbalken nicht reden», sagte eine Interessierte. Emotionen erfüllen auch den Wiler Erwin Steiner: «Meine Eltern übernahmen 1955 das Restaurant hier im Hof, ich war damals 16-jährig. Mein Schlafzimmer war das Coelestin-Sfondrati-Zimmer, die jetzige Bibliothek war unser Wohnzimmer.»
Franciscus Germing, der Führungen durch den Hof leitet, sagte: «Nach aussen hin blieb der Hof immer so bestehen, während sich im Innern die Substanz merklich verändert hat. Was viele nicht wissen, ist, dass der Hof auf einem Flussschotterhügel steht. Mein Lieblingsraum ist indes die ehemalige Trinkstube.»

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