Drittes Drittel lässt hoffen

Eine schwache Leistung im Mitteldrittel führt zur 4:7 (0:1, 1:5, 3:1)-Niederlage des EC Wil gegen den EHC Bassersdorf.

Dominik Moser
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Eishockey. Obwohl die Lauf- und Kampfbereitschaft der Wiler Spieler zu Spielbeginn stimmte, spürten die Zuschauer im Bergholz schnell, dass gewisse Automatismen im Spiel noch nicht vorhanden waren. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, stehen doch im aktuellen Kader gerade noch vier Spieler der letztjährigen 1.-Liga-Mannschaft. Die Gäste aus Bassersdorf ihrerseits waren läuferisch mindestens ebenbürtig und brachten mit ihren schnellen Kontern die Wiler Defensive immer wieder in Schwierigkeiten. So schoss Brauchli in der 15. Minute die Gäste mit 1:0 in Führung.

20 Minuten Totalausfall

Im Mitteldrittel leisteten sich die Äbtestädter diverse Strafen, und weil auch die Laufbereitschaft – vor allem auf Seiten der Stürmer – fehlte, konnten die Gäste ohne grosse Gegenwehr Treffer um Treffer erzielen. Das Resultat war ein 1:6-Rückstand und viel Kopfzerbrechen auf der Wiler Bank zur zweiten Drittelspause.

Aufbäumen im Schlussdrittel

Dass in der Mannschaft von Jürg Müller doch einiges an Potenzial vorhanden ist, zeigten die Wiler im letzten Spielabschnitt. Zwar kassierten sie in der 47. Minute in Unterzahl das 1:7, drehten danach aber nochmals auf. Bachmann, Köfer und Kappenthuler markierten mit ihren Treffern den 4:7-Schlussstand. Aus Wiler Sicht kam die Aufholjagd aber zu spät.

Dennoch zeigte sich Wils Assistenz-Trainer André Ruckstuhl zufrieden mit der Reaktion seiner Mannschaft im Schlussdrittel: «Wir haben wieder mehr Laufbereitschaft gezeigt und haben uns nicht aufgegeben. Wir müssen uns bewusst sein, dass dies erst das erste Meisterschaftsspiel war und wir nun weiter an uns arbeiten müssen.» Eines ist klar: Das Spiel hat aufgezeigt, dass es für den EC Wil bestimmt keine einfache Saison geben wird in der 2. Liga.

Wil – Bassersdorf 4:7 (0:1, 1:5, 3:1) Bergholz – 175 Zuschauer – Sr. Affolter (Chianese) Tore: 15. Brauchli (Studer) 0:1; 21. Steinegger (S. Rutishauser) 1:1; 22. Brauchli (Studer) 1:2; 26. Studer (Brauchli) 1:3; 30. Studer (Meier, Brauchli/Ausschluss Ambrosetti) 1:4; 37. Netzer (Ehrat)1:5; 39. Rüegsegger (Weidmann/Ausschluss P. Rutishauser, Kappenthuler) 1:6; 47. Lenzinger (Netzer, Ehrat/Ausschluss P. Rutishauser) 1:7. 49. Bachmann (Stiefel) 2:7; 51. Köfer (Ausschluss Steiner!) 3:7; 57. Kappenthuler (Trösch) 4:7. Strafen: 13-mal 2 Min. gegen Wil plus 10 Min. (Hofer). 10-mal 2 Min. gegen Bassersdorf plus 10 Min. (Weidmann). Wil: Demont; P. Rutishauser, Brugger; Kappenthuler, Roth; Ambrosetti, Herzog; Trösch, Steinegger, S. Rutishauser; Steiner, Bachmann, Buchli; Köfer, Stiefel, Rötheli; Hofer. Bassersdorf: Flo. Wassmer; Weidmann, Fa. Wassmer; R. Schödler, Meier; Rüegsegger, Ehrensperger; Netzer, Lenzinger, Ehrat; Studer, P. Schödler, Brauchli; Turtschi, Bertschi, Kuhn. Bemerkungen: Wil ohne Sprecher, Fürer und Jeitziner (alle verletzt). 51. Time-out Bassersdorf; 59. Time-out Wil und ab 58:24 ohne Torhüter.

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