Drei Weltmeister am Start

Ein internationaler Grossanlass in der Sporthalle Waldegg in Münchwilen. Die Kunstradfahrer des RV Sirnach veranstalten zum 30. Mal den Frühlingscup. Für die Schweizer Junioren zählt das Resultat für die EM-Qualifikation.

Urs Nobel
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Die Sirnacherinnen wissen noch nicht, ob ihre neuen WM-Dresses bis am Wochenende fertig produziert sind und ausgeliefert werden können. (Bild: pd)

Die Sirnacherinnen wissen noch nicht, ob ihre neuen WM-Dresses bis am Wochenende fertig produziert sind und ausgeliefert werden können. (Bild: pd)

KUNSTRADFAHREN. Während zwei Tagen am nächsten Wochenende steht die Sportart Kunstradfahren in Münchwilen im Zentrum des Geschehens. Am Samstagnachmittag startet die Elite- und Juniorenkategorie, am Sonntag den ganzen Tag hindurch der Nachwuchs U15.

Standortbestimmung

Es werden die Besten aus der Schweiz, aber auch aus Deutschland und Österreich zum Kräftemessen erwartet. Im Verlauf des Samstags kommt es dabei zu Auftritten von drei Weltmeistern. Einerseits im Einer Damen und Herren (aus Deutschland), dann aber auch vom Vierer aus den eigenen Reihen des RV Sirnach. Der Frühlingscup ist für die Nachwuchsfahrer im Einer, Zweier und Vierer bereits die erste Standortbestimmung dieser Saison. Die Schweizer kämpfen bereits um erste wichtige Punkte hinsichtlich einer Qualifikation für die Europameisterschaft.

Das ganze Jahr hindurch

Für die Elite startet die Saison eigentlich zu früh. Ihre Wettkampf-Einsätze beschränken sich normalerweise auf die zweite Jahreshälfte. Aber auch im Kunstradfahren gilt schon lange, was auch in anderen Saison-Sportarten die Regel ist. Eine eigentliche Saison gibt es gar nicht mehr. Die vier Weltmeisterinnen des RV Sirnach stehen denn auch schon mitten in der Vorbereitung hinsichtlich der nächsten Wettkampfperiode. Im November gilt es in Malaysia bereits, den Titel zu verteidigen. Trotzdem fanden die vier Hinterthurgauerinnen in den vergangenen Wochen die Gelegenheit, es etwas ruhiger zu nehmen. «Wir wurden jedoch zu vier Show-Auftritten innerhalb von zwei Wochen verpflichtet. Das hat uns zwar grosse Freude bereitet, war aber nicht nur mit Spass verbunden», sagt Melanie Schmid. Die vier jungen Frauen hatten sich nämlich vier neue Fahrräder angeschafft. Dies verlangte nach einer gewissen Angewöhnungszeit, die exakt in jene Phase fiel. Und weil in der Folge krankheitsbedingt kaum mehr alle vier gemeinsam trainieren konnten, befinden sich die Sirnacherinnen noch etwa acht Trainings im Rückstand.

Mit den «Pludi-Shirts»

Ihre Sorge hinsichtlich des Frühlingsturniers gilt jedoch nicht der Form, sondern ob sie rechtzeitig mit ihren WM-Bodies ausgestattet werden. «Wenn nicht, müssen wir mit den <Pludi-Shirts> antreten», zeigen sich alle vier Frauen ziemlich aufgebracht. Bei den «Pludi-Shirts handelt es sich nämlich um jene Trikots, in welche sie nach dem Gewinn ihres WM-Titels für die Fotografen provisorisch eingekleidet wurden.

Der Sirnacher Vierer wird aber nicht nur am Samstag um etwa 16 Uhr auf dem Parkett im Einsatz stehen, sondern hilft auch in der Festwirtschaft mit. Und die vier Frauen machen für ihre zweite Aufgabe bereits gezielte Werbung: «Bei uns gibt es etwa nicht nur Hot-Dogs.»

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