Drei Pünktchen für drei Dörfer: Warum das «Ü» für Oberbüren so wichtig wird

Neues Logo, neue Website, neues Mitteilungsblatt: Oberbüren erneuert seinen Gemeindeauftritt und präsentiert sich damit modern, innovativ, vielseitig, aber dennoch liebenswert und bodenständig.

Andrea Häusler
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Oberbürens Gemeinderäte (hier Peter Bruhin) diskutierten mit Vertretern von Vereinen, Institutionen und der interessierten Bevölkerung die Vorschläge für den neuen Gemeindeauftritt.

Oberbürens Gemeinderäte (hier Peter Bruhin) diskutierten mit Vertretern von Vereinen, Institutionen und der interessierten Bevölkerung die Vorschläge für den neuen Gemeindeauftritt.

Bild: Andrea Häusler

Logos repräsentieren, stehen für Identität und sind imageprägend. Seit rund 20 Jahren charakterisieren die drei roten, für die Dörfer der Gemeinde stehenden Ellipsen und die geschwungenen Schriftzüge den optischen Auftritt Oberbürens. Ein Design, das zur Jahrtausendwende wohl modern war, heute aber schwerfällig und etwas altbacken wirkt. «Eine Auffrischung des Gemeindeauftritts ist ein Gebot der Zeit», sagte Gemeindepräsident Alexander Bommeli denn auch an der Präsentation des Corporate Designs 2020 vom Donnerstag. Das Gesamtpaket umfasst nebst dem neuen Logo, ein überarbeitetes, mehrseitiges Gemeindemitteilungsblatt sowie eine Website, die «ein zukunftsnahes Bild Oberbürens» zeichnet, wie Bommeli sich ausdrückte.

«Isidora» als Symbol für Offenheit und Stärke

Wofür steht denn Oberbüren? Für Vielseitigkeit, eine bürgernahe Kommunikation und für Offenheit gegenüber Neuem. Auf dieser Grundlage zumindest erarbeiteten die beiden Gestalterinnen der Werk91 GmbH in Häggenschwil den neuen Gemeindeauftritt.

Zentrales Element ist das Logo der Gemeinde. Öffentlich zeigen mögen es die Designerinnen allerdings noch nicht. Nicht jedes Detail sei bereits in Stein gemeisselt, hiess es. Der Präsentationsabend diene ja auch dazu, Feedbacks aus der Bevölkerung zu erhalten und diese allenfalls einzubeziehen.

Das neue Markenzeichen wirkt schlicht, modern und farblich zurückhaltend. Zentrales Element bildet der Schriftzug «Oberbüren» in Grossbuchstaben. Die Dörfer Sonnental, Niederwil und Oberbüren ergänzen das Logo diskret. Die Schrift Isidora unterstreicht die Lebendigkeit der Marke, wirkt durch die Weissräume offen, modern und trotzdem unaufdringlich. Die Ü-Punkte, deren drei (für die drei Dörfer), sind als tropfenförmige Sprechblasen ausgestaltet: als Symbol für den Dialog, die offene Kommunikation. Die stilisierten Ü-Punkte tragen die Farben ockergelb, kakiolive und orangerot. «Bodenständige, neutral und erdige Töne, wie Binja Zürcher und Claudine Breändle vom Büro Werk91 erklärten. Das «Ü» eigne sich ausserdem für vielerlei werbewirksame Wortspiele, die je nach Themengebiet eingesetzt werden könnten: Überzeugend vielseitig, überaus familienfreundlich, überdurchschnittlich bürgernah oder überwältigend schön – um einige Beispiele zu nennen.

Mitteilungsblatt wird zur «Info»

Farbfotos, zweispaltiger Umbruch, neuer Name: Das Gemeindeblatt «Info» wird moderner und luftiger. Die Website erhält ein Facelift, eine Anpassung der Farbwelt und aktuelle Bilder, bleibt jedoch in der Grundstruktur gleich. Wobei sie durchaus etwas übersichtlicher und benützerfreundlicher gestaltet werden dürfte, wie in der Diskussion angeregt wurde. Entschieden ist hingegen, dass die Website mit der Möglichkeit zu E-Payment und einem E-Mail/SMS-Dienst für Informationen zur Abfallentsorgung, zu Schiesszeiten oder Abstimmungen etc. nachgerüstet wird.

Präsentation an der Bürgerversammlung

Angedacht sind ausserdem ein Imageprospekt, eine Willkommensmappe mit Gewerbegutscheinen für Neuzuzüger sowie die Fahrzeugbeschriftungen, die Anpassung der Bekleidung, der Fahnen und der Pylone.

Das neue Corporate Design soll Anfang nächsten Jahres in Produktion gehen und an der Bürgerversammlung vom März 2021 lanciert werden.

Fotowettbewerb: Die schönsten Plätze

Um aktuelles, aber auch überraschendes Bildmaterial aus den Dörfern der Gemeinde zu gewinnen, führt Oberbüren einen Fotowettbewerb durch. Ab sofort können Hobbyfotografinnen und -fotografen ihre Interpretationen der schönsten und erlebenswertesten Plätze von Oberbüren, Sonnental und Niederwil über die Website der Gemeinde hochladen. Der Wettbewerb dauert bis zum 1.November.