Drei Flaschen für dreizehn Jahre

Philipp Schwager war der dienstälteste Gemeinderat Eschlikons. Als Finanzvorsteher verabschiedete er sich an der Gemeindeversammlung am Montagabend mit einem Gewinn von fast einer Million Franken.

Olaf Kühne
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Gemeinderat Philipp Schwager wird von Gemeindeammann Robert Meyer mit einem Karton Alpenbitter verabschiedet. (Bild: Olaf Kühne)

Gemeinderat Philipp Schwager wird von Gemeindeammann Robert Meyer mit einem Karton Alpenbitter verabschiedet. (Bild: Olaf Kühne)

ESCHLIKON. Philipp Schwager fand auch kritische Worte. Über dreizehn Jahre lang war er Gemeinderat in Eschlikon, elf Jahre davon verantwortete er die Finanzen der Gemeinde. Entsprechend überschwenglich wurde er am Montagabend im Rahmen der Gemeindeversammlung von Gemeindeammann Robert Meyer verabschiedet.

Schwager bedankte sich für das jahrelange Vertrauen der Stimmbürger in seine Person, machte dann aber doch auch den Grund seines Rücktrittes deutlich. «Es gab nebst den vielen positiven Kontakten auch unschöne Begegnungen», sagte der Finanzvorsteher. «Zuletzt vermisste ich den Respekt vor dem Amt.»

Seinen Wunsch, den Menschen, die sich für ein Milizamt zur Verfügung stellen, wieder Wertschätzung entgegenzubringen, quittierten die 104 anwesenden Stimmbürger mit Standing Ovations. Dazu gab es drei Flaschen Alpenbitter. Das bevorzugte Getränk nach Sitzungen der Kulturkommission, verriet Meyer lachend.

Rückstellung für Landkäufe

Schwager hinterlässt seinem vor einem Monat gewählten Nachfolger Alexander Kredt eine «saubere Bilanz». An der Gemeindeversammlung konnte er die Rechnung 2013 mit einem Gewinn von 848 000 Franken vorlegen. Der Antrag, 680 000 Franken davon für strategische Land- und Liegenschaftenkäufe zurückzustellen, wurde genauso einstimmig genehmigt wie die Jahresrechnung selbst.

Ebenso problemlos wurden eine italienische und eine türkisch-russische Familie eingebürgert.

Abstimmung über Bibliothek

Zusammen mit Schulpräsidentin Susanna Koller informierte Meyer anschliessend über die Urnenabstimmung vom 29. September. Für 950 000 Franken will die Politische Gemeinde die Geschäftsliegenschaft der Gautschi Fensterbau AG erwerben, dort mit der Bibliothek einziehen und dafür das dann nicht mehr benötigte «Böcklihaus» für 340 000 Franken der Schulgemeinde verkaufen.

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