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Dorftreffen im Nomadenzelt

Die evangelische und katholische Kirchgemeinde starten gemeinsam ein Projekt, das Raum schaffen soll für offene Begegnungen aller Generationen.
Ernst Inauen
Das Projektteam mit: Renate Geser (von links), Beat Thaler, Daniela Stauch, Matthias Gehrig, Mark Hampton, Nicole Manser, Karl Schönenberger, Eric Jankovsky, Marianne Bruhin und Franziska Dürr. (Bilder: Ernst Inauen)

Das Projektteam mit: Renate Geser (von links), Beat Thaler, Daniela Stauch, Matthias Gehrig, Mark Hampton, Nicole Manser, Karl Schönenberger, Eric Jankovsky, Marianne Bruhin und Franziska Dürr. (Bilder: Ernst Inauen)

Anstoss zur konfessionsübergreifenden Aktion gaben Mitglieder der reformierten Kirchgemeinde Flawil-Niederwil. In Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchgemeinde Niederwil befasst sich das Projekt «Generationenkirche Niederwil» mit dem Versuch, alle Generationen, ob kirchennah oder distanziert, in einer ungezwungenen Atmosphäre anzusprechen und zusammen zu bringen. «Ziel ist es, Raum zu schaffen für offene Begegnungen und die Kirche mittel- und längerfristig im Alltag der Menschen besser zu verankern», erklärt Marianne Bruhin, Mitglied der zehnköpfigen Arbeitsgruppe, die Bedeutung des ökumenischen Projekts. Als symbolischen Startschuss bauten die Organisatoren auf dem Kirchplatz in Niederwil eine Jurte auf.

Die Adventsjurte hat einen Durchmesser von neun Meter und bietet Sitzplätze für 50 Besucherinnen und Besucher.

Die Adventsjurte hat einen Durchmesser von neun Meter und bietet Sitzplätze für 50 Besucherinnen und Besucher.

Im Verlauf der nächsten zwei Wochen kann sich die Bevölkerung in dieser Jurte treffen. Am ersten Adventssonntag fand eine Eröffnungsfeier statt. Dies war der Beginn einer Reihe von unterschiedlichen Anlässen und Begegnungsmöglichkeiten.

Im Namen der katholischen Kirchgemeinde hiess am Abend des ersten Advents Pastoralassistent Eric Jankovsky die Besucherinnen und Besucher zum Eröffnungsanlass in der Jurte willkommen. Der reformierte Flawiler Pfarrer Mark Hampton erklärte die Hintergründe des Projekts «Generationenkirche Niederwil». Die Rolle der Kirche in der Gesellschaft habe sich stark verändert, die Selbstverständlichkeit gelte nur noch bedingt. Es stelle sich die Frage: «Wie können wir beim heutigen individuellen Verständnis der Menschen einen Beitrag leisten zur Förderung des Zusammenhalts und den Zugang zu den Menschen und zur Kirche finden?»

2016 hat sich in Flawil eine Arbeitsgruppe gebildet. Im Bewusstsein, dass jedes Dorf seine eigene Lebenswelt habe, wurde in Niederwil eine eigenständige Projektgruppe ins Leben gerufen mit Vertretern beider Konfessionen. Dabei stand der ökumenische Gedanke im Vordergrund, um Zeichen zu setzen für das Wohl der Dorfgemeinschaft.

Symbol für Flexibilität und Offenheit

Mark Hampton erläuterte die Ziele der Adventsjurte. «Die nächsten zwei Wochen soll sie in den Bereichen Alltag, Lernen, Feiern und Kultur im Geist der Ökumene ein Treffpunkt für die Niederwiler Bevölkerung sein.» Das Nomadenzelt sei ein Symbol der Flexibilität und Offenheit und ein Zeichen für den ökumenischen Weg. In der Jurte könne man verweilen, sich austauschen, essen oder spielen. Sie biete Raum für alle Gruppierungen.

Kirchenpräsident Karl Schönenberger brachte seine Gedanken zum Vorhaben zum Ausdruck. Er begrüsse die Bestrebungen der Projektgruppe zur Förderung der Generationenkirche. Mit den mehr als 30 unterschiedlichen Anlässen wolle man alle Bevölkerungsschichten ansprechen und neue Impulse setzen. «Ich bin überzeugt, dass es eine gute Sache ist und dem Dorf einen Gewinn bringt», sagte er.

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