Dorfkorporation ersetzt bis 2014 alle alten Leitungen

An der ordentlichen Rechnungsgemeinde der Dorfkorporation Niederwil passierten Rechnung und Budget einstimmig. Für eine Diskussion sorgte die neue Gemeindeordnung.

Zita Meienhofer
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Niederwil. 91 der 903 Stimmberechtigten der Dorfkorporation Niederwil nahmen ihre Pflicht wahr und somit an der Rechnungsgemeinde teil. Traktandiert waren keine Geschäfte, die Wellen warfen. Die Rechnung 2010 schliesst mit einem Gewinn von 187 298 Franken. Im Budget 2010 wurde ebenfalls mit einem Gewinn gerechnet, jedoch mit etwa 100 000 Franken weniger. Diese Besserstellung ist darauf zurückzuführen, dass der Unterhalt des Leitungsnetzes unter den Erwartungen lag, der Anteil an die neue Ultraviolett-Anlage im Reservoir Rüti/Gruben geringer ausfiel und die Erträge von Gebühren, dem Wasserverkauf und den Grundtaxen wegen der regen Bautätigkeit höher waren. Diskussionslos und einstimmig wurde die Rechnung gutgeheissen und ebenso das Budget 2011, welches ein Defizit von 28 100 Franken vorsieht.

Älteste Leitungen ersetzen

Die ältesten Leitungen im Netz der Dorfkorporation Niederwil wurden 1952 erstellt. Sukzessive möchte der Verwaltungsrat nun diese Leitungen ersetzen. Während in den Vorjahren bereits einige dieser alten Leitungen erneuert wurden, soll in diesem Jahr die aktuelle Leitung von der Degenauerstrasse via Rüdlen zur Weidhöchi einer neuen weichen. Der Verwaltungsrat rechnet mit Kosten von 210 000 Franken. Die Anwesenden genehmigten diesen Antrag ebenfalls diskussionslos und einstimmig. Gemäss den Aussagen von Peter Bruhin, Präsident des Verwaltungsrates, sind demnach bis im Jahr 2014 alle Leitungen aus dem Jahr 1952 ersetzt.

Gemeindeordnung gutgeheissen

Letztlich hatte die Dorfkorporation Niederwil die Korporationsordnung aus dem Jahre 1993 wegen des neuen Gemeindegesetzes des Kantons anzupassen. Die Änderungen fielen gering aus. Ein Stimmberechtigter störte sich allerdings an der Tatsache, dass neu ein Sechstel Unterschriften der Stimmberechtigten für das Zustandekommen des fakultativen Referendums notwendig sind. Bislang waren es ein Neuntel. Er beantragte die bisherige Zahl zu belassen und erhielt Unterstützung aus der Bürgerschaft. Letztlich fand die Idee keine Mehrheit. Ein weiterer Anwesender erkundigte sich nach Möglichkeiten, das harte Wasser bereits in den Leitungen zu enthärten.