Dorfkorporation Bronschhofen vergrössert Versorgungsgebiet

Die Dorfkorporation Bronschhofen übernimmt für 180‘000 Franken das Strom-Netz der Elektra Trungen.

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Richard Scheerer, Präsident Dorfkorporation Bronschhofen (links) und Martin Flammer, Präsident Elektra Trungen, besiegeln die Netzübernahme mit «Ellenbogen-Schlag».

Richard Scheerer, Präsident Dorfkorporation Bronschhofen (links) und Martin Flammer, Präsident Elektra Trungen, besiegeln die Netzübernahme mit «Ellenbogen-Schlag».

Bild: ropo

(pd) «Die Stimmberechtigten von Elektra Trungen wollten nicht länger einen wie bisher beachtlichen administrativen Aufwand betreiben», sagt Martin Flammer, Präsident von Elektra Trungen. Nach Offerten der Technischen Betriebe Wil und der Dorfkorporation Bronschhofen (DKB), sei der Zuschlag mit einer Zweidrittelmehrheit an die DKB gefallen.

Damit endet für Trungen nach rund 115 Jahren die eigenständige Stromversorgung. Die Übernahme des Netzbetriebes wurde auf den 1. Januar 2021 vereinbart.

Bis Mitte Mai 2020 kann ein fakultatives Referendum oder eine Beschwerde gegen diesen Entscheid eingereicht werden. Es zeigten sich bisher aber keine solchen Bestrebungen.

Zufriedene Gesichter bei beiden Parteien

Der gemeindenahe Strombetrieb bringt eine zweckmässige Konzentration der Leistungen. In der Volksabstimmung vom 26. April 2020 fiel das Resultat für die Dorfkorporation Bronschhofen positiv aus: 427 Ja- standen 56 Nein-Stimmen gegenüber.

Richard Scheerer, Präsident DKB, und sein Team freuen sich über die 55 neuen Abonnenten aus Trungen: «Es freut uns sehr, dass wir mit insgesamt 1700 Abonnenten nun ein weiterhin professionelles und neuwertiges Stromnetzwerk betreiben können.» Die finanziellen Auslagen seien ab 2021 in der rollenden Budgetplanung als Kredit vorgesehen. Eine Zunahme der Nutzungsgebühren sei aktuell kein Thema, hingegen werde der Sicherheitsstandard weiterhin hoch bleiben.

Verein Elektra Trungen wird vorerst weitergeführt

Der Verein Elektra Trungen wird vorerst weiter bestehen. Nach dem Verkauf des Netzes ist dieses Geschäft noch zu versteuern. Auch die Abgaben (Swissgrid, Pronovo etc.) des laufenden Jahres müssen definitiv abgerechnet werden. Erst danach kann der Verein aufgelöst werden. Ein Teil des Verkaufserlöses wird allen Abonnenten als Rabatt auf den Strompreis zugutekommen.

«Die Strombezüger von Trungen bekommen das gleiche Mitspracherecht und können sich jedes Jahr an der Bürgerversammlung der DKB einbringen, zudem dürfen sich interessierte Bürger als Verwaltungsratsmitglied wählen lassen», sagt Richard Scheerer.