Dorfkern verdichtet sich

Im Zentrum Niederbürens wird ein baufälliges Haus abgerissen und durch ein Mehrfamilienhaus ersetzt. Die Gemeinde freut sich über den neuen Wohnraum.

Donat Beerli
Drucken
Am Spatenstich: Robert Ritter (Geschäftsführer Rütihof AG), Otto Gehrig (Gehrig AG), Architekt Michael Stillhart und der Niederbürer Gemeindepräsident Niklaus Hollenstein. (Bild: Donat Beerli)

Am Spatenstich: Robert Ritter (Geschäftsführer Rütihof AG), Otto Gehrig (Gehrig AG), Architekt Michael Stillhart und der Niederbürer Gemeindepräsident Niklaus Hollenstein. (Bild: Donat Beerli)

NIEDERBÜREN. Ein Musterbeispiel für innere Verdichtung sei es. Der Niederbürer Gemeindepräsident Niklaus Hollenstein fand am gestrigen Spatenstich nur lobende Worte für den Neubau an der Gossauerstrasse 1. Anstelle eines Einfamilienhauses entsteht im Zentrum von Niederbüren ein Mehrfamilienhaus mit neun Mietwohnungen. Die Investition freue ihn besonders, sagte Hollenstein. Hier werde Wohnraum für 20 bis 30 Bewohner geschaffen.

Wohnraum für alle Altersklassen

Geplant sind 31/2-, 41/2- und 51/2-Zimmer-Wohnungen, verteilt auf drei Stockwerke. Die verschieden grossen Wohnungen sollen Senioren, Jüngere, aber auch Familien anziehen. «Es soll ein Generationenhaus werden», sagte der Gemeindepräsident. Vor dem Haus ist ein Spielplatz vorgesehen. Ausserdem sind grössere Grünflächen geplant. Die neuen Bewohner haben zudem Zugang zu einer Tiefgarage und zu Veloräumen unter dem Gebäude.

Das Heizsystem funktioniert mittels Erdsonde und Wärmepumpe. «Unser Ziel war es, zeitgemässen Wohnraum mit einem nachhaltigen Energiekonzept zu verbinden», sagte der zuständige Architekt Michael Stillhart. Beim Neubau handle es sich um sogenannte Nachverdichtung: Auf Kosten eines baufälliges Einfamilienhauses für eine Person entsteht neuer Wohnraum für 30 Personen. Anfang dieses Jahres hatte die Rütihof AG in Wil das entsprechende Land erworben. Rund 4, 8 Millionen Franken lässt sie sich das Projekt kosten.

Bauarbeiten bis Frühling 2017

Die Abbrucharbeiten des Einfamilienhauses begannen vor zwei Wochen. Diese werden bis Weihnachten abgeschlossen sein, wie Robert Ritter, Geschäftsführer der Rütihof AG, sagte. Im nächsten Jahr werde man sich dann an die Arbeiten für den Neubau machen. Dass man bei den Bauarbeiten auf Platzprobleme stossen könnte, glaubt Ritter nicht. Trotz der anliegenden Häuser und Strasse sei genügend Raum vorhanden. Bis Frühling 2017 soll das Mehrfamilienhaus fertig sein.