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Doppelter Angriff aufs Präsidium

Die FDP Kirchberg hat am Donnerstagabend unter Ausschluss der Öffentlichkeit ihre Nominationsversammlung für die Gemeinderatswahlen durchgeführt. Die Partei steigt mit zwei Kandidaten in das Rennen um den Gemeindepräsidenten.
Simon Dudle
Roman Habrik Kirchberg, Kandidat Gemeindepräsidium

Roman Habrik Kirchberg, Kandidat Gemeindepräsidium

KIRCHBERG. Kommt der Gemeindepräsident von Kirchberg ab 2017 aus dem Lager der Freisinnigen? Christoph Häne (CVP) tritt per Ende Jahr zurück. Eine überparteiliche Findungskommission, in welcher SVP, SP, CVP und FDP Einsatz hatten, erkor die FDP-Vertreter Roman Habrik aus Kirchberg und Michael Sutter aus Bazenheid zu Kandidaten. Sie treten nach heutigem Stand gegen Philipp Dörig (parteilos, träte im Falle einer Wahl der CVP bei) aus Kirchberg an.

Lebhafte Diskussion

Es erstaunte deshalb nicht, dass sich die FDP-Mitglieder fast einstimmig für ihre beiden Kandidaten aussprachen. Sie taten es aber nicht, ohne zuvor eine «lebhafte Diskussion» geführt zu haben, wie Präsident Simon Seelhofer sagte. Zu diskutieren war zum Beispiel, wie sinnvoll eine Zweierkandidatur ist. Diese könnte dafür sorgen, dass es zu einem zweiten Wahlgang kommt. «Wir gehen dieses Risiko bewusst ein und sorgen für eine Auswahl. Dass es einen zweiten Wahlgang geben wird, ist sehr wahrscheinlich», sagte Seelhofer.

Der eine der beiden Kandidaten, Michael Sutter, ist für das Gemeindepräsidium und den Gemeinderat nominiert worden. In letzterem hat er bereits heute Einsitz. Wird er «nur» in den Gemeinderat gewählt, nicht aber als Gemeindepräsident, wäre es eine Wiederwahl. Der Leiter Betrieb und Sicherheit am St. Galler Bundesverwaltungsgericht gehört dem Gremium seit 2010 an. Würde der zweifache Familienvater aber im ersten Wahlgang Präsident werden, gibt es wohl einen zweiten Wahlgang um den letzten Sitz im Gemeinderat. Dort stehen nach aktuellem Stand – die SVP führt die Nominationsversammlung erst am nächsten Donnerstag durch – neun Personen für neun Sitze zur Verfügung, Doppelkandidatur von Sutter inklusive.

Bisherige machen weiter

Der andere FDP-Kandidat ist Roman Habrik, Ex-Präsident der FDP Wil. Geht es nur nach den bisherigen Nominationsversammlungen, ist der Abteilungsleiter der Firma Bühler in Uzwil Kronfavorit für das Präsidium. Der dreifache Familienvater wird nicht nur von der eigenen Partei unterstützt, sondern auch von der SP – im Gegensatz zu Sutter.

Keine Unterstützung der FDP erhält Philipp Dörig. Aufgrund der Ausgangslage war dies zu erwarten gewesen. Die Partei hat auch darauf verzichtet, Dörig für eine Vorstellungsrunde an die Nominationsversammlung einzuladen.

Für eine weitere Amtsdauer im Gemeinderat wurden die beiden FDP-Vertreter Linus Calzaferri und Ueli Hui nominiert. Die beiden Kirchberger sind seit 2009 bzw. 2005 dabei.

Bazenheid untervertreten

Auch der Schulrat war am Donnerstagabend ein Thema. Unbestritten scheint, dass Schulpräsident Orlando Simeon (FDP) wiedergewählt wird. Da per 1. Januar 2017 die Einheitsgemeinde eingeführt wird, hätte er auch Einsitz im neunköpfigen Gemeinderat. Im Schulrat ist bekannt, dass Andrea Schweizer, Liliane Kurmann und Doris Kalberer nicht mehr antreten werden. Mit Kalberer verlässt die einzige Bazenheiderin das Gremium. Die FDP hat nur den bereits amtierenden Schulrat Simon Seelhofer nominiert. «Wir hatten zuerst Gespräche für weitere Kandidaturen geführt, diese aber abgebrochen. Für die Zukunft der Gemeinde ist wichtiger, dass alle Dörfer vertreten sind», sagt Seelhofer in seiner Rolle als Präsident der FDP. Immerhin ist Bazenheid das einwohnermässig grösste Dorf der Gemeinde Kirchberg.

Michael Sutter Bazenheid, Kandidat Gemeindepräsidium (Bilder: pd)

Michael Sutter Bazenheid, Kandidat Gemeindepräsidium (Bilder: pd)

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