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DISPUT: Wiler Kino-Streit geht weiter

Das Cinéwil soll ausgebaut werden. Doch zwischen den Ortsbürgern, welchen der Boden gehört, und der Star-Ciné AG gibt es Differenzen. Diese wurden auch an der Jahresversammlung der Ortsgemeinde deutlich.
Thomas Riesen
Der Eingangsbereich des Kinos soll neu gestaltet werden. Noch sind aber Fragen offen. (Bild: Simon Dudle)

Der Eingangsbereich des Kinos soll neu gestaltet werden. Noch sind aber Fragen offen. (Bild: Simon Dudle)

Thomas Riesen

redaktion@wilerzeitung.ch

Es geht um einen Anbau innerhalb der Grundfläche, da die Platzverhältnisse im Eingangsbereich des Kinos eingeschränkt sind. Ortsgemeindepräsident Norbert Hodel erläuterte am Montagabend den 98 Stimmberechtigten die Ausgangslage. «Erweiterungsbauten, nicht jedoch die Änderung des Verwendungszweckes, bedürfen der vorherigen, schriftlichen Zustimmung der Grundeigentümer, also der Ortsgemeinde. Die Einräumung zusätzlicher Rechte an die Bauberechtigten bedarf einer erneuten Vereinbarung.»

Hodel zitierte aus dem Baurechtsvertrag aus dem Jahr 2000. Er betonte aber auch: «Wir streben eine Vereinbarung an.» Doch ein Gutachter habe dem Ortsbürgerrat Gewissheit gegeben, dass eine neue Vereinbarung abgeschlossen werden müsse. Zu dieser gehöre die Erhöhung des Baurechtzinses. Ein Abschluss sei noch nicht in Sicht.

Gutachten wird in Frage gestellt

Aus der Sicht von Verleger Rolf-Peter Zehnder verweigert die Ortsgemeinde die Unterschrift. Diesen Vorwurf, den Zehnder in einer Gratiszeitung erhob, wies Hodel zurück. Zehnder erinnerte in seiner Rolle als Verwaltungsrat der Star-Ciné AG daran, dass die Tiefgaragen-Betreiberin Wipa und die Stadt Wil – beide sind ebenfalls Bauberechtigte – das Baugesuch unterzeichnet hätten und die Ortsgemeinde weit über jährlich 100000 Franken aus dem Baurechtzins erhielte.

An der Versammlung vertrat Verleger-Sohn Andreas Zehnder die Position der Star-Ciné AG. Der Ortsbürger gehört nicht dem Verwaltungsrat des Kinounternehmens an. Er sagte: «Die Gesamtrechnung bleibt gleich, sie verteilt sich nur anders.» Er bezweifelt, dass aus dem Gutachten hervorgeht, dass der Ortsbürgerrat mehr verlangen dürfe. Wäre dem so, könnte Norbert Hodel die Expertise vorlegen, sagte Andreas Zehnder. Wann das Kino ausgebaut wird, ist offen.

Ortsbürgerrat weist Kündigung zurück

An der Versammlung der Ortsbürger dominierte noch ein anderes Thema: Als Nachfolger von Jürg Zurbriggen als Ratsschreiber wählte der Ortsbürgerrat Philipp Haag. Der 47-Jährige ist Redaktor bei der «Wiler Zeitung». «Ich habe in Wil eine zweite Heimat gefunden und bin hier gut aufgenommen worden», sagte er.

Zurbriggen wurde nicht verabschiedet. Dessen Kündigungsabsicht, die er wegen gesundheitlicher Probleme erwogen hatte, wurde nicht validiert. Als Grund nannte Hodel den drohenden Lohnausfall. Der Ortsbürgerpräsident betonte, dass alle hinter Zurbriggen stünden und ihm wünschen, dass er seine Krankheit besiege. Eine finanzielle Belastung für die Ortsgemeinde sei es nicht. Der Lohn ist versichert.

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