DISKUSSION: Katholiken zahlen mehr für den Strom

Im Pfarreiheim Kirchberg wurde an der Versammlung der katholischen Kirchgemeinde ungewohnt viel über Energie gesprochen. In Zukunft sollen Strom gespart und erneuerbare Energien genutzt werden.

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An der Kirchbürgerversammlung reichte am Dienstagabend der Arm des Papstes mit seiner «Laudato Si» bis nach Kirchberg. In dieser Enzyklika für eine pluralistische Gesellschaft, die sich nicht nur an Gläubige, sondern an alle Menschen richtet, möchte das Oberhaupt der katholischen Kirche unter anderem den Einsatz fossiler Energieträger vermeiden. Bei der Abstimmung ging es darum, für Naturstrom jährlich etwa 2000 Franken mehr zu bezahlen. Mit 32 Ja- und 21 Nein-Stimmen sowie drei Enthaltungen wurde schliesslich zugestimmt.

Weniger umstritten waren Jahresrechnung, Amtsbericht, Voranschlag und Steuerplan. Sie gaben zu keinen Diskussionen Anlass und wurden einstimmig genehmigt. Verwaltungsratspräsident Patrick Loepfe informierte über den Einbau einer Heizungssteuerung zum Preis von 18000 Franken, nicht zuletzt um Strom zu sparen. Dass der Finanzausgleich bei einem Aufwand von rund 1,26 Millionen Franken «lediglich» 130000 Franken betrage, habe mit den hohen Reserven zu tun, woraus auch der Verlust von 21600 Franken gedeckt worden sei. Der Steuerfuss bleibt bei 24 Prozent.

Pfarreiratspräsident Otto Noger erwähnte das Konzept Taufpastoral, das Einzug ins Seelsorgekonzept gefunden habe. Es ist ein schweizweites Konzept, bei dem der Pfarreirat mitwirke.

Peter Jenni

redaktion@wilerzeitung.ch