Digital und interaktiv: Die «Flawiler Erlebnistage» nehmen Form an

Im Juni 2020 finden die «Flawiler Erlebnistage» statt. Die Idee: Aussteller sollen sich thematisch zusammentun und gemeinsam ein Thema präsentieren.

Tobias Söldi
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Ein Teil des OK (von links): George Floros, Karl Metzger, Siegfried Rechsteiner und Roland Klotz (im weissen Hemd). (Bild: Tobias Söldi)

Ein Teil des OK (von links): George Floros, Karl Metzger, Siegfried Rechsteiner und Roland Klotz (im weissen Hemd). (Bild: Tobias Söldi)

Das eine oder andere war schon bekannt: Dass die «Flawiler Erlebnistage 2020» in einer Zeltstadt beim Mattenhof stattfinden, dass sie innovativ sein wollen, dass sie digital werden sollen. Von «Events», von «Erlebnisfaktoren» und der «digitalen Zukunft» als Schwerpunktthema war die Rede.

OK-Mitglied Roland Klotz sagte gestern Abend im Foyer der Raiffeisenbank in Flawil:

«Wir wollen andere Wege gehen und etwas Neues auf die Beine stellen.»

Das Organisationskomitee der Messe lud Vertreter aus Gewerbe, Industrie, Detailhandel und den örtlichen Vereinen zur ersten Infoveranstaltung.

Und die Erlebnistage haben Kontur erhalten. Das Herzstück der Messe bilden fünf Ausstellerzelte, die sich verschiedenen Themen widmen: «Dienstleistung», «Ökologischer Fussabdruck», «Intelligentes Wohnen», «Digitalisierte Automation», «Detailhandel» und «Sport und Freizeit». Dort, so die Idee des OKs, sollen verschiedene Aussteller – auch solche unterschiedlicher Branchen – gemeinsam ein Thema präsentieren und sogenannte «Erlebnisinseln» schaffen.

Den Gästen ein Erlebnis bieten

OK-Mitglied Siegfried Rechsteiner zeigt am Beispiel der digitalen Hausbewirtschaftung, wie das aussehen könnte: An einem zentralen «Projektpult» kann sich der Gast an einem Tablet einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des Themas verschaffen. Darum herum geht es in die Details: Fensterbauer, Küchenbauer und Heizungstechniker zeigen an ihren Ständen beispielsweise, wie sich Storen, Kühlschränke und Heizungen digital steuern lassen.

Davon erhofft man sich mehr Erlebnis für die Gäste. Rechsteiner erklärt:

«Die Besucherinnen und Besucher werden ins Boot geholt. Sie sehen, welche Flawiler Unternehmen gemeinsam die Kompetenzen haben, ein Problem zu lösen.»

Die Details sind noch offen

Im Zentrum der fünf Ausstellerzelte wird ein sechsmastiges Zirkuszelt aufgestellt: der Dorfplatz, ein grosser Treffpunkt mit Gastronomie- und Unterhaltungsangebot. Verschiedene Stände sollen verschiedene Verpflegungsmöglichkeiten bieten: von Crêpes über Hamburger bis zu Kaffee und Kuchen. Das OK stellt die Infrastruktur zur Verfügung, Flawiler Gastronomiebetriebe können sich bewerben und sich vor Ort einrichten. Auch hier versuchen die «Erlebnistage» einen anderen Ansatz: Die Gastronomie soll nicht dem Messebesuch «angehängt» werden, sondern ist Teil davon – auch örtlich.

So spannend das Konzept der Erlebnistage klingt, so vieles ist noch offen. Wie die Gewerbemesse konkret aussehen wird, welche Inhalte welche Aussteller wie präsentieren werden, das wird sich erst im Zuge der Vorbereitungen herauskristallisieren. Bewusst ist man sich beim Organisationskomitee auch, dass man die potenziellen Aussteller mit dem neuen Konzept fordert. Mehrmals betonen die OK-Vertreter denn auch: Bei Fragen seien sie jederzeit erreichbar, helfen bei der Ideensuche und der Umsetzung. «Auf uns wird noch ganz viel Arbeit zukommen», sagt Siegfried.

Nun sind aber die Gastronomen, Gewerbebetriebe, Detailhändler und die Vereine aus Flawil am Zug. Sie können sich bis am 30. Oktober für die Messe anmelden. Beim OK ist man gespannt, wie stark die Rückmeldung sein wird. «Wir schauen jetzt einmal, wie die Resonanz ausfällt», sagt Roland Klotz.