Dieses Mal ohne Einbruch

Der KTV Wil gewinnt gegen Bischofszell 31:20 (13:12) und verbleibt in der Spitzengruppe der zweiten Liga.

Dominik Russ
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HANDBALL. Um weiterhin ein Wörtchen im Kampf um die Qualifikation zu den Aufstiegsspielen mitreden zu dürfen, war die Devise für das Team von Trainer Sebastian Raschle klar. Zwei Punkte gegen den Tabellen-Zweitletzten aus der Rosenstadt war Pflicht.

Aus Rückstand wird Vorsprung

Das Spiel begann mit viel Tempo, aber einigen Fehlern in der Offensive auf beiden Seiten. Bis zur 17. Minute verlief das Geschehen sehr ausgeglichen und keines der Teams konnte sich absetzen.

In den folgenden Minuten bekundete die Wiler Defensive Mühe gegen die gegnerischen Rückraumschützen, welche mit präzisen Würfen und Kreisanspielen einen Dreitore-Vorsprung möglich machten. Dank vier Paraden des eingewechselten Torhüters Raschle und schneller Angriffsauslösung, konnte der Rückstand bis zur Pause in einen Eintore-Vorsprung umgewandelt werden. Steven Rudari zeigte einmal mehr seine Qualitäten als Vollstrecker und erzielte im Alleingang fast die Hälfte der Wiler Tore in der ersten Halbzeit.

Wann kommt der Einbruch?

Nach dem Pausentee zeigte sich das Kollektiv der Einheimischen verbessert. Sie legten mit Elan los, wussten die Fehler der jungen Mannschaft aus Bischofszell konsequenter zu nutzen und bauten die Führung auf fünf Tore Differenz aus. Ein Blick in die Statistik der zweiten Halbzeit zeigte, dass das Wiler Angriffsspiel unberechenbarer wurde. Bis auf eine Ausnahme erzielten alle Feldspieler mindestens einen Treffer. Der Vorsprung konnte bis auf neun Tore (24:15) ausgebaut werden.

Die Zuschauer in der Kantihalle fragten sich bei diesem Spielstand, ob nun ein gleicher Einbruch folgen würde, wie beim Spiel vor Wochenfrist gegen Flawil. Die Antwort ist nein. Es war sogar noch Aufbauspieler Haag, der eine gute Mannschaftsleistung in der zweiten Halbzeit Sekunden vor der Schlusssirene mit einem schönen Tor mittels «Kempa-Trick» direkt aus der Luft würdig beendete.

Wil: S. Raschle/Carbonara, Haag (1), Koblet (5), Rudari (8/2), Flammer (3), Nüssli (1), Steiner (2), Keckeis (1), Hug (4), A. Raschle (1), Leppla (4), Mittmann (1).