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Dieser Lehrling der Stadt Wil will auch an die Handball-Weltspitze

Mit dem 18-jährigen Robin Wipf hat die Stadt Wil im August einen Pilotversuch gestartet: Der Leistungssportler absolviert eine kaufmännische Ausbildung in der Stadtverwaltung.
Gianni Amstutz

Der angehende Profi-Handballer Robin Wipf durchläuft auf der Stadtverwaltung Wil eine verkürzte, praktische Ausbildungszeit von zwei Jahren. Der Stadt sei es ein grosses Anliegen, qualifizierten Nachwuchskräften eine berufliche Zukunft innerhalb der öffentlichen Verwaltung zu ermöglichen und dabei auch einmal innovative Wege zu gehen, heisst es in einer Mitteilung.

Für Robin Wipf war klar, dass seine Heimatstadt die erste Anlaufstelle sein würde, als es um die Bewerbung ging:

«Die Arbeit bei der Stadt habe ich mir schon immer sehr vielfältig vorgestellt, da die Verwaltung ja eine ganze Stadt verwaltet – von A bis Z.»

Seine Leidenschaft für Handball führte Robin Wipf in die Junioren-Nationalmannschaft. Er sei ehrgeizig, diszipliniert und beweise immer wieder Teamgeist. Das komme ihm auch in seiner KV-Ausbildung zugute, teilt die Stadt mit. Er trainiert unter der Woche täglich eineinhalb Stunden in seinem Club, der Pfadi Winterthur. An den Wochenenden ist er für nationale Wettkämpfe unterwegs.

Pensum reduziert

Damit er den Anforderungen gerecht werden und trotzdem eine solide Ausbildung absolvieren kann, wurde sein Pensum auf 70 Prozent reduziert und die Leistungsziele mit seinem Trainingsplan harmonisiert. Das theoretische Wissen und rund 80 Prozent des Lehrplans hat er sich bereits in der Berufsschule der United School of Sports in St. Gallen angeeignet.

Für Robin Wipf ist ein guter Abschluss seiner Ausbildung wichtig, denn diese ist für ihn ein Standbein. Von Handball alleine lasse es sich in der Schweiz nicht leben, von einer soliden Grundausbildung schon, sagt er.

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