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Diese Wilerin ist eine Kämpferin – und bald Switzerland's next Topmodel?

Vor elf Jahren wäre die 23-jährige Alisa Ramdedovic beinahe an einem Darminfarkt gestorben. Trotz gesundheitlicher Probleme hat sie nie aufgegeben. Nun ist sie Teilnehmerin der Model-Sendung Switzerland’s next Topmodel und versucht ihr Glück auf dem Laufsteg.
Miranda Diggelmann
Bei «Switzerland’s next Topmodel» muss sich Alisa gegen 23 Mitbewerberinnen und -bewerber behaupten. (Bild: ProSieben)

Bei «Switzerland’s next Topmodel» muss sich Alisa gegen 23 Mitbewerberinnen und -bewerber behaupten. (Bild: ProSieben)

Die junge Frau sitzt selbstbewusst in einem Café in ihrer Heimatstadt Wil. Sie strahlt über das ganze Gesicht, sieht natürlich und authentisch aus. Die 23-jährige Alisa Ramdedovic ist eine der 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fernsehsendung Switzerland’s next Topmodel (SNTM). In der ProSieben-Sendung treten 14 weibliche und 10 männliche Models gegeneinander an. Dabei müssen sie diverse Herausforderungen wie Fotoshootings, den Laufsteg und Job-Castings meistern. Die Gewinnerin oder der Gewinner bekommt die Chance, den Grundstein für eine erfolgreiche Model-Karriere zu legen. Sie sei stolz auf sich, die Möglichkeit einer Teilnahme bekommen zu haben, erzählt Alisa Ramdedovic. Dass die Wilerin im Alter von 12 Jahren nur äusserst knapp dem Tod entkommen ist, ist bei ihrem Anblick kaum zu glauben.

«Ich bin damals nach einer Operation wegen eines Darminfarkts drei Monate lang im künstlichen Koma auf der Intensivstation gelegen», erzählt Alisa Ramdedovic. Dass sie überlebt hat, grenze an ein Wunder. «Die Ärzte glaubten nicht an eine Besserung und waren kurz davor, die Maschine abzustellen. In den letzten Minuten bin ich jedoch – aus unerklärlichen Gründen – wieder aufgewacht.» Ihr Bruder, der damals gerade mit seiner Schwester Alisa sprach, sei ein wahrer Schutzengel für sie gewesen – davon waren auch die zuständigen Ärzte überzeugt.

Das Fussballspielen aufzugeben war nicht leicht

Nachdem Alisa Ramdedovic aus dem Koma aufgewacht war, folgte eine schwere Zeit für sie. «Ich musste alles neu lernen. Ich wusste nicht mehr wie man geht, wie man isst. Ich konnte nicht einmal die Toilette benutzen. Am meisten Mühe machte mir das Atmen.» Dass sie das Fussballspielen und das Geräteturnen aufgeben musste, machte es dem ehemaligen Sportfreak nicht leichter. Und trotzdem hat sie nie aufgegeben – eine echte Kämpfernatur.

Was der Verkäuferin im Aussendienst nach ihrer Krankheit jedoch am meisten zu schaffen machte, war, dass sie nicht mehr zunehmen konnte. «Die OP hat mir zwar das Leben gerettet, hat aber auch dazu geführt, dass ich nie mehr wirklich Gewicht zunehmen kann. Als Teenager wurde ich deswegen oft gehänselt. Damals habe ich viel geweint und war unzufrieden mit meinem Körper.» Ihre Familie, insbesondere ihre Mutter und ihre beiden Brüder, haben sie aber immer wieder ermutigt.

Ohne Model-Erfahrung an die Spitze gewählt

Obwohl Alisa Ramdedovic noch keine wirkliche Model-Erfahrung hatte, wurde sie im Frühling dieses Jahres von einem ihrer beiden Brüder bei SNTM angemeldet. «Er sagte mir, dass mir das vielleicht dabei helfen würde, meine Figur zu meinem Vorteil zu nutzen. Anfangs habe ich das Ganze jedoch nicht wirklich ernst genommen.» Umso erstaunter war die SNTM-Teilnehmerin, als sie dann tatsächlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wurde. «Ich hätte nie damit gerechnet, dass gerade ich von den 1500 eingegangenen Bewerbungen ausgewählt werde», so die Wilerin. Nach diversen Vorrunden mit Gesprächen, Shootings und Präsentationen auf dem Laufsteg wählte die Jury Alisa Ramdedovic schliesslich in die Top 24.

Die ersten Sendungen wurden bereits gedreht und Alisa Ramdedovic konnte bereits einige Erfahrungen sammeln. «Da ich eher der verrückte Sporttyp bin und in meiner Freizeit nur sehr selten High Heels trage, hätte ich nie gedacht, dass mir das Modeln so viel Spass machen würde.» Vor allem die Fotoshootings hätten es ihr sehr angetan. «Es ist eine Art Schauspielerei. Man schlüpft in Rollen, trägt tolle, spezielle Kleidung und entdeckt neue Locations. Ich fühle mich wohl vor der Kamera, es ist echt cool.»

Früher introvertiert, heute aufgeweckt

Alisa Ramdedovic hatte schon früh mit einem schweren Schicksal zu kämpfen. Auch heute noch kann sie nicht ein ganz normales Leben führen. «Ich kriege alle paar Wochen Infusionen und muss viele Vitamine zu mir nehmen, da mein Körper selbst kaum Nährstoffe speichern kann.» Mittlerweile habe sie sich aber an die Situation gewöhnt. Heute ist Alisa Ramdedovic glücklich, denn auch ihr Denken über ihren Körper und das Leben allgemein habe sich verändert.

«Wenn mich meine Krankheit eines gelehrt hat, dann, dass man nur einmal lebt. Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod.»

Diese Risikobereitschaft will Alisa Ramdedovic nun zu ihrem Vorteil nutzen. Früher war sie ein introvertiertes Kind, heute ist sie eine aufgeweckte junge Frau, die Laufstege erobern will.

Was ist «Switzerland’s next Topmodel»?

Die ProSieben-Sendung Switzerland’s next Topmodel (SNTM) feiert dieses Jahr Premiere. Die Sendung ist das Schweizer Pendant zum bekannten deutschen Format Germany’s next Topmodel. Im Unterschied zur deutschen Sendung treten bei SNTM nicht ausschliesslich Frauen, sondern auch Männer gegeneinander an. Die Rolle von Heidi Klum nimmt dabei die 21-jährige Manuela Frey ein. Sie ist Host und Jurymitglied bei der Model-Show. Die Aargauerin ist derzeit das erfolgreichste aktive Schweizer Topmodel. Sie lebt und arbeitet seit sechs Jahren in New York. Mit ihr in der Jury sitzt unter anderem Papis Loveday, der als das erfolgreichste farbige Male-Model der Welt gilt. Bei «Germany’s next Topmodel» lehrte er Heidis Models den perfekten Walk auf dem Laufsteg. Ausserdem war er bereits bei Austria’s next Topmodel als Juror tätig.

Des Weiteren werden in der SNTM-Jury auch die beiden Herren des deutschen Männermode-Blogs Dandy Diary sitzen. Modejournalist David Roth und der studierte Politikwissenschaftler Jakob Haupt setzen sich intensiv mit Mode und Trends auseinander und eignen sich deshalb ideal als Juroren für SNTM. Dandy Diary sind provokant, exzentrisch und kennen sich im Fashion-Business aus. Die Macher von «Switzerland’s next Topmodel» versprechen von ihrer ersten Staffel Folgen mit «bewegenden Emotionen, herausfordernden Competitions und spannenden Entscheidungen». Wer schliesslich auf dem Model-Thron sitzen wird und sich «Switzerland’s next Topmodel 2018» nennen darf, wird am 23. November im Live-Finale in Zürich entschieden, präsentiert von der TV-Moderatorin Alexandra Maurer.

Sendestart von «Switzerland’s next Topmodel» ist am Freitag, um 20.15 Uhr, auf ProSieben Schweiz. (mid)

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