«Diese Lösung bringt für alle Vorteile»

Der Gemeinderat hat entschieden, das Gebiet Rüteliweg nur zu einem Drittel in eine dreigeschossige Wohnzone umzuzonen und den Rest der zweigeschossigen Wohnzone zuzuteilen. Wie kam es dazu?

Drucken
Teilen
Christoph Häne Gemeindepräsident Kirchberg

Christoph Häne Gemeindepräsident Kirchberg

Der Gemeinderat hat entschieden, das Gebiet Rüteliweg nur zu einem Drittel in eine dreigeschossige Wohnzone umzuzonen und den Rest der zweigeschossigen Wohnzone zuzuteilen. Wie kam es dazu?

Mit diesem Entscheid sind wir den Anwohnerinnen und Anwohnern in diesem Gebiet im Sinn eines Kompromisses entgegengekommen, ohne jedoch die bestehenden Gesetzmässigkeiten zu verlassen. Denn die Raumplanung verlangt nach einer zunehmenden Verdichtung.

Bis jetzt bestand dieses Gebiet aus einer grossen grünen Wiese. Ist es denn im Sinne der Raumplanung, diese zu überbauen?

Man würde ja nicht in eine offene Landschaft hinein bauen, sondern eine Lücke mit Wohnnutzung schliessen. Weiter muss erwähnt werden, dass es sich bei diesem Gebiet schon jetzt um Bauland handelt. Bis heute ist es der Industriezone zugeteilt, in der noch viel grössere und höhere Bauten zulässig sind. Insofern ist eine Umzonung also auch im Interesse der Anwohnenden. Eine Wohnüberbauung wäre zudem an einen Sondernutzungsplan geknüpft, der die raumplanerisch relevanten Themen wie Bebauung, Erschliessung, Umgebungsgestaltung regelt. In diesem Rahmen hätten auch die Anwohner ein Recht, sich einzubringen.

Die Korrektur der revidierten Ortsplanung liegt nun öffentlich auf. Rechnen Sie mit weiteren Einsprachen zu den Änderungen im Gebiet Rüteliweg?

Wir haben einen sachgerechten Entscheid unter Berücksichtigung der Einsprachen, Stellungnahmen des Grundeigentümers und unter Berücksichtigung der angrenzenden Zonen getroffen, wohlwissend, dass damit nicht alle zufrieden sind. Da die Lösung, die wir gefunden haben, aber für alle Vorteile bringt, dürfte es nach meinem Empfinden eigentlich keine Einsprachen mehr geben. (uam)

Aktuelle Nachrichten